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RIED. Die FACC AG kann das dritte positive Quartalsergebnis in Folge vorlegen. Für das gesamte Jahr 2021 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz ist um 16,3 Prozent höher als im dritten Quartal 2020.

Klingt wie Science Fiction: FACC baut Komponenten für das Asteroiden-Abwehrprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA. (Foto: ArianeGroup)

Getrübt wird das positive Ergebnis durch die Niederlage in einem mehrjährigen Prozeß gegen einen Lieferanten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vor einem Londoner Schiedsgericht, die mit rund 30 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Insgesamt habe FACC aber den „den angepeilten operativen Turnaround geschafft“, berichtet FACC-CEO Robert Machtlinger. Das liege zum einen an der Erholung des gesamten Luftfahrtmarktes, aber auch am Erfolg des Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammes bei FACC und am „vorbildlichen Engagement“ der FACC-Crew.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet das FACC-Management ein leichtes Umsatzwachstum im Bereich von fünf Prozent. Mit dem Erreichen der Vorkrisenumsätze rechnet FACC in zwei, spätestens drei Jahren.

Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation

Neben dem Kerngeschäft Aerospace will FACC weitere Geschäftsfelder erschließen, unter anderem mit Leichtbaulösungen für die Raumfahrt. Als erstes Projekt in ihrem neuen Geschäftsfeld „Space“ erhielt FACC von der ArianeGroup den Auftrag zur Entwicklung und Fertigung der Astris Kick-Stage Main Structure für die Trägerraketenfamilie Ariane 6 der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Die Kick-Stage Main Structure ist die tragende Struktur einer zusätzlichen optionalen Stufe der Ariane 6 und soll die Missionsmöglichkeiten der Rakete erweitern. Das Bauteil zeichnet sich durch seine hochfesten und gleichzeitig ultraleichten Carbon-Materialien aus.

Die erste Lieferung soll im Oktober 2022 in Bremen eintreffen. Der mögliche erste Einsatz ist die Hera-Mission der ESA. Damit soll an zwei an der Erde vorbeifliegenden Kometen getestet werden, inwieweit man einen Asteroiden von seiner Flugbahn abbringen kann.


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