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INNVIERTEL. Die Prognose der Immobilienexperten für das Jahr 2022 zeigt vor allem eines: „Das Immobiliengeschäft ist von einer sehr starken Nachfrage, einem knappen Angebot und deutlichen Preisanstiegen geprägt“, weiß Bernhard Reikersdorfer, der Geschäftsführer von RE/MAX Austria.

Bernhard Reikersdorfer ist der Geschäftsführer von RE/MAX Austria. (Foto: Christian Postl/RE/MAX Austria)

In ganz Oberösterreich erwarten sich die Experten 2022 einen sichtbaren Aufschwung. Mit einem Plus von 4,6 Prozent nimmt die Preisentwicklung erheblich an Fahrt auf. Auch im Innviertel stieg 2021 die Nachfrage bei Einfamilienhäusern, Eigentumswohnungen und insbesondere bei Baugrundstücken, berichtet Christian Haidinger, der Gründer von RE/MAX Innova mit den Standorten in Braunau, Mattighofen und Ried. „Bei allen drei Immobilientypen ist ein weiterer Preisanstieg festzustellen“, so der Experte. Die gestiegene Nachfrage sei nicht nur an der Grenze zu Bayern und Salzburg zu erkennen. Generell finde die Preisentwicklung sowohl in den Bezirksstädten als auch Landgemeinden statt. Grund für den Mangel an Baugründen könnte der fehlende Verkaufswille bei umgewidmeten Grundstücken ohne Bauzwang sein.

3.000 Euro pro Quadratmeter

Während bei neuen Eigentumswohnungen mit einem Preis von deutlich über 3.000 Euro pro Quadratmeter zu rechnen ist, bewegen sich die Preise bei gebrauchten Eigentumswohnungen ebenfalls weiter nach oben. Sie liegen Haidinger zufolge zwischen 1.800 bis 2.300 Euro pro Quadratmeter. Da es in der Region viele neu gebaute und verkaufte Anlagewohnungen gibt, herrscht bei den Mietwohnungen aktuell ein leichtes Überangebot. „Die Preisvorstellungen der Anleger sind deutlich schwerer umsetzbar“, sagt Haidinger. Bei Einfamilienhäusern sei die Nachfrage nach Objekten unter 300.000 Euro sehr gut. „Erst bei höherpreisigen, gebrauchten Häusern ab 400.000 bis 450.000 Euro wird die Nachfrage geringer, da hier der Neubau zum Mitbewerb wird.“


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