Marktgemeinde mit vielen interessanten Projekten
TAISKIRCHEN. „Wir spüren gerade eine Entwicklung wie in den letzten 20 Jahren nicht“, sagt Bürgermeister Johann Weirathmüller (ÖVP) über die Situation seiner Gemeinde.

„Wir haben bei etwa 2.500 Einwohnern einen Zahnarzt, einen Arzt, zwei Banken und ein starkes Vereinsleben“, erklärt er nicht ohne Stolz. Zudem wachse die Gemeinde – allerdings vor allem durch Zuzug, weniger durch Geburten.
Die attraktive Lage in der Nähe der Bezirksstadt („Wir gehören ja fast zum erweiterten Speckgürtel“) mache sich aber auch bei den Grundstückspreisen bemerkbar: „Vor drei bis vier Jahren kosteten Gründe noch 30 bis 35 Euro pro Quadratmeter, kürzlich wurden 90 Euro bezahlt.“
Bauprojekte
Ein Leitprojekt entsteht beim ehemaligen Kirchenwirt, der erst im Februar zusperrte. Dort entstehen in dem alten Gasthaus und einem Neubau neun Miet- und wenigstens sechs Eigentumswohnungen – je nachdem, ob der Gemeindearzt dort seine Praxis einrichtet. Darüber hinaus wird eine Bäckerei einziehen.
In einem privaten Wohnungsprojekt am Fischmarkt in der Nähe der Kirche entstehen weitere rund 20 neue Wohnungen.
Krabbelstube
In den letzten Jahren hat die Gemeinde etwa fünf Millionen Euro für die Schulsanierung und Erweiterung des Kindergartens ausgegeben. Jetzt kommt noch eine Krabbelstube dazu. Dafür wird die ehemalige Schulwart-Wohnung bei der Volksschule umgebaut. Auf das bestehende Gebäude wird in nachhaltiger Bauweise ein weiteres Stockwerk gesetzt. Weirathmüller: „Wir müssen heuer anfangen, wir platzen aus allen Nähten.“
In „vier bis fünf Jahren“ soll auch die Freiwillige Feuerwehr Taiskirchen ein neues Gebäude bekommen.
Wirtschaftspark
Zwischen der Unterinnviertler Landesstraße und der Lambrechtener Bezirksstraße trägt die Marktgemeinde etwa fünf Hektar Grund zum Wirtschaftspark bei. Der Bürgermeister: „Das sind die ersten Flächen, die in die Inkoba (Interkommunale Betriebsansiedlung) eingebracht werden.“
Dort sollen rund 120 hochwertige Arbeitsplätze in drei Betrieben entstehen. Einer davon ist die Eisen- und Maschinenhandlung ETZ Holding, die von ihrer Halle an der Fernstraße in Hohenzell nach Taiskirchen wechselt und schon im Juni zu bauen beginnt.
Zuversicht
In der Marktgemeinde spüre er Optimismus, sagt Weirathmüller: „Gewisse Dinge wie den Krieg in der Ukraine kann man nicht beeinflussen, aber in der Gemeinde sind wir zuversichtlich. Bei diversen Versammlungen in der letzten Zeit herrschte nach dem Tief der Pandemie gute Stimmung.“


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