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OBERNBERG. Um die Kontrollmaßnahmen im Kampf gegen Mautflüchtlinge weiter ausbauen zu können, wird auf der B148 zwischen Geinberg und Altheim ein neuer Verkehrskontrollplatz für zielführende Schwerpunktkontrollen errichtet. Die Baumaßnahmen dafür sollen bereits in Kalenderwoche 19 beginnen. Anfang Juli ist die Fertigstellung geplant. Die Bautätigkeiten werden von der Straßenmeisterei Obernberg (Ried im Innkreis) durchgeführt.  

Die B148 wird infrastrukturell aufgewertet, um Mautflüchtlinge besser aus dem Verkehr ziehen zu können. (Foto: stock.adobe.com/Gerhard Seybert)

Bereits seit vielen Jahren besteht die Idee, die Wirtschaftsräume Wien, Linz und München mit einem hochrangigen Schnellstraßensystem zu verbinden. Die Zielsetzung bestand darin, Osteuropa, Österreich und Deutschland infrastrukturell und wirtschaftlich besser zu vernetzen. Der diesbezügliche Ausbau eines hochrangigen Straßensystems in Form der A94 schreitet kontinuierlich voran. „Jedoch ist auch hier klar festzustellen, dass Infrastrukturprojekte kein Sprint, sondern ein Marathon sind“, sagt Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner (FPÖ).

Infrastrukturelle und wirtschaftliche Vernetzung

Über eine Strecke von rund 151 Kilometern soll die bayrische Landeshauptstadt München via A94 in Richtung Passau führen und an die A3 anschließen. Die A3 wiederum ist die hochrangige Straßenverbindung zwischen Österreich und dem deutschen Nachbarn. Beim Grenzübergang Suben mündet die A3 auf die österreichische A8. Aktuell sind bereits 104 Kilometer Autobahn fertig ausgebaut und unter Verkehr. Weitere 19 Kilometer sind bereits in Bau. Bedingt durch den aktuellen Ausbaustatus nehmen die Verkehrsfrequenzen auf der B148 zu.

Mautflüchtlinge auf der B148

Sucht man über den oft verwendeten Kartendienst Google Maps die schnellste Route von Linz nach München, so wird man über die B148 durchs Innviertel gelotst. Dieser Umstand führt nicht nur zu Unmut der lokalen Bevölkerung und Politik, sondern auch zu zusätzlichen Mautflüchtlingen. Die Schwerpunktkontrollen wurden unter Infrastruktur-Landesrat Steinkellner in gemeinsamer Koordination mit der Landesverkehrsabteilung der Landespolizeidirektion Oberösterreich bereits intensiviert. „Aufgrund der fehlenden Autobahnverbindung wird die B148 als Abkürzungsroute missbraucht. Eine langfristige Entlastung kann nur durch das Voranschreiten des Autobahnausbaus erfolgen. Zum Break-Even-Point (Gewinnschwelle) einer schnelleren Verbindung über die Autobahn fehlen rund 30 Kilometer Schnellstraßennetz. Bis zur Fertigstellung der Infrastruktur können wir als zielgenaue Maßnahme mit unseren Kontrollen jene schwarzen Schafe, die als Mautflüchtlinge die B148 nützen, aus dem Verkehr ziehen“, so Steinkellner.

Kontinuierliche Verkehrskontrollen

Die letzte größere Kontrolle fand von Dienstag, 26. April bis Donnerstag, 28. April durch die Polizeiinspektion Braunau statt. Im Zuge der Kontrollen wurden mehr als 350 Lkw kontrolliert. Von den kontrollierten Lkw missachteten insgesamt 86 Lenker das Fahrverbot und wurden angezeigt. Des Weiteren wurden 82 Sicherheitsleistungen in einer Höhe von mehr als 16.000 Euro eingehoben. “Nicht nur führen die höheren Verkehrsbelastungen zu Unmut bei der Bevölkerung. Auch die Landesstraßen werden besonders durch den schweren Lkw-Verkehr in ihrer Struktur beschädigt, was zu teuren Sanierungen führt. Um unsere Kontrolldichte erhöhen zu können, braucht es eine entsprechende Infrastruktur, die wir nun errichten werden. Mit dem neuen Verkehrskontrollplatz an der B148 zwischen Geinberg und Altheim schaffen wir die Voraussetzungen, um noch engagierter gegen Mautflüchtlinge vorgehen zu können“, unterstreicht Steinkellner abschließend.


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Christian F.
Christian F.
15.04.2023 01:38

Ausbau B148

Hier hätte bereits vor einem halben Jahrhundert die S9 gebaut werden sollen. Kein Mitleid mit den Anrainern, dass jetzt auf der Bundesstraße vor der Haustür viel Verkehr ist.