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RIED. Die SPÖ Oberösterreich fordert bessere Bedingungen für die Mitarbeiterinnen in den Kindergärten. Landtagsklubvorsitzender Michael Lindner und der Rieder Bezirksvorsitzende Bürgermeister Friedrich Hosner stellten dazu einen Drei-Punkte-Plan vor.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Bgm. Friedrich Hosner (l.) mit dem SPÖ-Landtagsklubvorsitzenden Michael Lindner und zwei symbolischen Mitarbeitern in der Elementarpädagogik (Foto: Tips / Horn)

Dieser Plan umfasst gerechtere Bezahlung, die schrittweise Verkleinerung der Gruppen und attraktivere Arbeitsbedingungen.

Höhere Löhne

Die Löhne sollten an das niederösterreichische Modell angeglichen werden – dort sind die Elementarpädagogen Landesbedienstete. Das brächte je nach Arbeitsplatz brutto zwischen 400 und 1.000 Euro mehr Gehalt.

Kleinere Gruppen

Wesentlich sei die Verkleinerung der Gruppen in den Kindergärten. Die Gruppengrößen stiegen seit Jahren, ohne dass es mehr Personal gebe. Das führe dazu, dass teilweise Helferinnen Gruppen leiten müssten. Lindner: „Der Personalmangel ist keine Rechtfertigung für größere Gruppen. Viele junge Pädagoginnen verlassen den Beruf nach zwei oder drei Jahren oder sie machen die Matura an der Bundesanstalt für Elementarpädagogik und gehen dann nicht in den Beruf.“

Weniger Bürokratie

Drittens müssten die Arbeitsbedingungen besser werden. Das starre Arbeitszeitkorsett ließe zu wenig Zeit für die eigentliche Bildungsarbeit mit den Kindern. Lindner: „Es gibt zu viel Zettelwirtschaft statt pädagogischer oder leitender Arbeit.“

Oberösterreich sei in manchen Bereichen im Bundesländervergleich Letzter. Alleine im Innviertel fehlen derzeit 54 Pädagoginnen, Helferinnen oder Betreuerinnen in den Kindergärten.

Vorschlag

Friedrich Hosner erläutert den Lösungsvorschlag der SPÖ: „Die Gemeinden sollten die Kindergärten und Horte innerhalb gewisser vorgegebener Rahmenbedingungen in Eigenverantwortung führen und finanzieren. Dafür sollen die Kosten der Krankenanstalten, bei denen die Gemeinden kein Mitspracherecht haben, allein vom Land getragen werden.“ Dieser Tausch könnte den Gemeinden bis zu 100 Millionen Euro bringen.<


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