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BEZIRK RIED. Mit einer hundertprozentigen Zustimmung wurde Mathias Schrattenecker aus Eitzing zum Jungbauern-Bezirksobmann, Andreas Danecker aus Senftenbach und Michael Bögl aus Ort zum Bezirksobmann-Stellvertreter gewählt.

  1 / 2   V. l.: Josef Diermayer, Michael Bögl, Mathias Schrattenecker, Andreas Danecker, Monika Rendl und Michael Treiblmeier (Foto: OÖ Bauernbund Seiringer)

Landwirtschafts-Kammerrat Michael Treiblmeier aus Kirchdorf übte diese ehrenamtliche Funktion seit 2016 im Bezirk aus. Als Ehrengäste und Referenten begleiteten die Neuwahl Bauernbund-Bezirksobmann Josef Diermayer und Bezirksbäuerin Monika Rendl.

Zur Person

JB-Bezirksobmann Mathias Schrattenecker maturierte an der HLBLA St. Florian bei Linz und schloss vor Kurzem sein Studium für Agrarwissenschaften an der Universität für Bodenkultur in Wien ab. Mit Oktober 2021 wurde er zum Vizebürgermeister der Gemeinde Eitzing gewählt. Seit Februar 2022 unterstützt er als parlamentarischer Mitarbeiter die bäuerlichen Abgeordneten Manfred Hofinger, Klaus Lindinger, Franz Eßl und Nikolaus Prinz. Mathias Schrattenecker ist ein begeisterter Musiker und spielt in der Musikkapelle Eitzing das Tenorhorn. Wenn es die übrigen Aufgaben zulassen, geht er gerne ins Revier und auf die Jagd. Schrattenecker möchte den Jungbauern unserer Region eine Stimme geben. Durch seine Tätigkeit mit den bäuerlichen Abgeordneten im Parlament lässt sich dies auch gut umsetzen. „Ein großes Anliegen ist mir auch die sachliche Diskussion über die zukünftige Ausrichtung unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Wir Jungbäuerinnen und Jungbauern sind die zukünftige Generation auf unseren Höfen und brauchen eine Perspektive mit planbaren Rahmenbedingungen. Wir sind jederzeit für eine Diskussion auf Augenhöhe bereit. Wir Jungbauern verwehren uns aber gegen jede Art von pauschalen Vorverurteilungen und Diffamierungen der gesamten Landwirtschaft durch einzelne Gruppen“, so Mathias Schrattenecker.

Bauernbund-Bezirksobmann Josef Diermayer informierte über die Abwicklung der neuen Programmperiode der GAP (gemeinsame Agrarpolitik (2023 – 2027) und die Unterstützungen der bäuerlichen Betriebe durch die Bundesregierung.

Betriebsbesuch

Vor der JB-Sitzung mit Neuwahl wurde die Firma Ecofly besichtigt, die im früheren Saatbaugebäude in Antiesenhofen ein Pilotprojekt zur Insektenzucht und -mast betreibt. Seit 2017 wird mit einer Pilotanlage in Antiesenhofen an einer wirtschaftlichen Erzeugung von hochwertigem Eiweiß aus Insekten geforscht. Als Basis dient die Soldatenfliege, die in einem Zyklus von 45 Tagen zwischen 400 und 600 Eier in die vorgesehenen Waben ablegt. Mit einer Mischung aus Kleie und Nudelresten (Bruch), einer entsprechenden Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit wachsen die Larven in nur sieben Tagen von 0,005 Gramm auf 0,15 Gramm. Die Larven erreichen somit in sieben Tagen ihr dreißigfaches Gewicht und werden zu hochwertigem Eiweiß in Premium Hunde- und Katzenfutter vermahlen.


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