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TUMETLSHAM. Bundeskanzler Karl Nehammer besuchte gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer die Fremden- und Grenzpolizei in Tumeltsham. Sie verschafften sich einen Überblick über die Fahndungserfolge.¶

Die Polizei-Fahnder vor der Polizeiinspektion in Tumeltsham (Foto: Tips/Pixner)
  1 / 4   Die Polizei-Fahnder vor der Polizeiinspektion in Tumeltsham (Foto: Tips/Pixner)

Die Fremden- und Grenzpolizei Tumeltsham ist eine reine Fahndungsdienststelle. „Wir sind eine Kontrollstelle, die sehr eng mit Deutschland zusammenarbeitet. Wir haben ein Augenmerk auf die Menschen im Straßennetz. Alleine auf der A8 - zwischen Wels und Suben - sind binnen 24 Stunden in einer Fahrtrichtung 20.000 Fahrzeuge unterwegs. Da muss man schon den richtigen Riecher haben. Seit Jahresbeginn hatten wir 80 Verhaftungen. Wir fahnden aber nicht nur auf den Straßen, sondern auch mit dem Boot, in der Luft, im Zug – in Zivil und in Uniform. Zudem werden verdeckte Ermittlungen durchgeführt“, berichtet Oberst Günter Humer. Zwei bis zehn Polizisten sind täglich im Kampf gegen die organisierte Kriminalität auf der Transitroute Richtung Deutschland im Einsatz. Die Einsätze dauern je nach Lage zwischen ein und zwei Stunden, können aber auch drei bis vier Tage dauern. „Den richtigen Riecher bekommt man von erfahrenen Kollegen, Fortbildungen im bilateralen Bereich und im Erfahrungsaustausch mit der Grenzpolizei Passau“, erzählt Bezirksinspektor Gottfried Hohensinn. Er ist einer von den insgesamt 23 Polizisten, die auf der Polizeiinspektion Tumeltsham stationiert sind.

Kampf gegen Drogen und Schlepper

Die Zahl der illegalen Grenzübertritt steigt stetig. „Dazu braucht es einen effizienten Außengrenzschutz. Das geht nur mit Polizisten, die entsprechend ausgebildet und ausgerüstet sind“, betont Bundeskanzler Karl Nehammer bei seinem Besuch auf der Polizeiinspektion in Tumeltsham. Die Zusammenarbeit mit Deutschland wurde intensiviert, so dass die Polizeifahnder Täter auch grenzüberschreitend stellen dürfen. Eine große Herausforderung sieht Landeshauptmann Thomas Stelzer auf Österreich zukommen, wenn Deutschland den Besitz und Konsum von Cannabis legalisiert. Die internationale Drogenkriminalität wird zunehmen. Zudem dürfe Österreich kein Land für Schepperbanden werden.


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