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RIED. Nach derzeitigem Stand wird es für die Rieder Jugend in diesem Winter keine Möglichkeit zum Eislaufen geben. Am Donnerstag Vormittag schien es noch so, dass ein Stadtrats-Beschluss für eine Eishalle kaum mehr als eine Formsache sei. In der Sitzung am Nachmittag wurde der Antrag jedoch abgelehnt.

Am Donnerstagvormittag waren sie noch einig und bestens gelaunt (v. l.): Vizebürgermeister Thomas Dim (FPÖ), Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP), Vizebürgermeister Peter Stummer (SPÖ) (Foto: Tips / Horn)

Beim „Bürgermeister-Donnerstalk“ am Vormittag, einer regelmäßigen gemeinsamen Pressekonferenz von Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP) und den Vizebürgermeistern Peter Stummer (SPÖ) und Thomas Dim (FPÖ) über aktuelle Themen, schienen die drei noch ein Herz und eine Seele zu sein.

Vizebürgermeister Stummer meinte zum Thema Eishalle, das die SPÖ seit langem forciert: „Ab 1. Dezember wird es in Ried eine Eishalle geben. Über den Ort sind wir uns einig, aber die Finanzierung muss noch im Stadtrat gelöst werden.“

Vizebürgermeister Thomas Dim (FPÖ) pflichtete ihm bei: „Wir sind uns einig, dass wir eine Eishalle wollen. Jetzt müssen wir entscheiden, was uns dafür nicht so wichtig ist.“

Der Bürgermeister sagte nichts Konkretes dazu im Nachhinein lädt dieses Schweigen durchaus zu Spekulationen und Interpretationen ein.

Ohne Gegenstimme abgelehnt

Der Knalleffekt kam am späten Nachmittag: Im Stadtrat gab es nämlich keine Einigung. Der Stand nach der Sitzung war: Es wird keine Eishalle geben.

Die Diskussion dürfte heftig gewesen sein Bürgermeister Zwielehner nannte sie „intensiv“, was in der Übersetzung aus dem diplomatischen Politik-Sprech ungefähr „es flogen die Fetzen“ bedeutet.

Zwielehner erklärte gegenüber Tips: „Wir haben alle erkannt, dass die Eishalle für die Jugend wichtig ist. Es gab keine Gegenstimmen.“

Abgelehnt wurde der Antrag dennoch, weil mit zwei Pro-Stimmen bei sieben Enthaltungen die nötige Mehrheit verfehlt wurde.

In der Nacht nach der Sitzung wurde für kommenden Freitag noch ein (vermutlich letzter) parteiübergreifender Gesprächstermin vereinbart.

Thomas Dim: „Bis dahin wollen wir das Budget durchforsten, ob noch irgendwo Geld frei ist. Die FPÖ will eine Einigung.“

Peter Stummer: „Ideen sind da. Sportstadtrat Sebastian Forstner hat in monatelanger Arbeit ein Modell für die Nutzung der Messehalle 12 als Eishalle ausgearbeitet, das pro Jahr etwa 80.000 Euro kosten würde.“

Generell geht es um eine Übergangslösung für vier oder fünf Jahre. Die Messe Ried plant ohnehin, eine neue Halle zu bauen. Die soll dann laut Stummer auch als Eishalle genutzt werden.


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