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Kobl-Bioladen in Auleiten muss nach Abriss-Bescheid am 11. April geschlossen werden

Walter Horn, 09.02.2024 13:40

RIED. Der Kobl-Selbstbedienungs-Bioladen in Auleiten wird am 11. April geschlossen und muss dann abgerissen werden. Damit verlieren die Stadtteile Auleiten und Wegleiten den einzigen Nahversorger.

Der Kobl-Bioladen ist nur noch wenige Wochen geöffnet. (Foto: Tips / Horn)
Der Kobl-Bioladen ist nur noch wenige Wochen geöffnet. (Foto: Tips / Horn)

Betreiber Peter Gadermaier erhielt zwei Tage vor Weihnachten von der Stadtgemeinde Ried einen Abrissbescheid. Ab dem 11. April läuft eine vierwöchige Frist, bis zu deren Ende der Laden beseitigt sein muss.

Befristete Baugenehmigung

Weil das Grundstück als Mischbau gewidmet ist und für die Trasse der Spange 3 vorgesehen ist, hatte Gadermaier für den vor etwa fünf Jahren eröffneten Bioladen generell nur eine befristete Baugenehmigung: „Wir mussten jedes Jahr verlängern und neu ansuchen.“ Mit dem Abrissbescheid habe er trotzdem „überhaupt nicht gerechnet“, da es vom Land OÖ einen sogenannten Gestattungsvertrag bis Dezember 2025 gebe.

Gadermaier hat gegen diesen Bescheid eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgerichtshof eingelegt. Er befürchtet aber, dass ein eventuelles Urteil erst nach Ablauf der Abrissfrist ergehen könnte.

Kobl in Tumeltsham bleibt

Gadermaier betreibt noch einen zweiten Kobl in Tumeltsham. „Der bleibt natürlich erhalten, dort sind wir willkommen.“

Generell ist über einen Kobl-Standort in Ried noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es gebe Gespräche, sagt Gadermaier, aber, abgesehen von den Bewilligungen, müsse es „auch wirtschaftlich passen und die Frequenz muss stimmen“.

„Kein Spielraum“

Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP) weist darauf hin, dass er gar nicht anders konnte, als den Bescheid auszustellen: „Ich kaufe selbst gerne dort ein und würde mich freuen, wenn es weitergeht, aber wenn irgend jemand eine Anzeige wegen des Standortes erstattet hätte, wäre ich sofort in der Amtshaftung. Das Gesetz lässt da keinen Spielraum.“

Zwielehner weist aber auch darauf hin, dass der Standort des „Kobl“ auf dem für die Umfahrung gewidmeten Grund von Anfang an eher problematisch gewählt war: „Würde der Kobl zehn Meter weiter rechts auf der anderen Seite des Schotterwegs stehen, wäre er auf Gadermaiers Privatgrund und es gäbe keine Probleme.“


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