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RIED, BRAUNAU, SCHÄRDING. Der österreichische Wohnungsmarkt war im vergangenen Jahr von einem starken Einbruch mit mehrheitlich sinkenden Wohnungspreisen und einem enormen Mengenrückgang gekennzeichnet. Im Innviertel war diese Entwicklung besonders stark, meldet das Immobilienmakler-Netzwerk Re/Max Innova.

  1 / 2   Die Zahl der verkauften Wohnungen hat sich 2023 im Bezirk Braunau fast halbiert. (Foto: Re/Max Innova)

Der Re/Max Innova-ImmoSpiegel zeigt, dass verkaufte Wohnungen 2023 im Innviertel im Durchschnitt um 13.900 Euro billiger wurden. Dieser Wert liegt deutlich über dem Österreich-Wert (9.400 Euro billiger) und ist fast drei Mal so hoch wie der Wert in Oberösterreich (4.700 Euro).

Zugleich ging die Zahl der verkauften Wohnungen um mehr als ein Drittel (36,8 Prozent) auf das Niveau von 2014 zurück. 473 Wohnungen wurden 2023 im Innviertel verkauft: Das sind um 275 weniger als im Rekordjahr 2022.

Der Gesamtwert der verkauften Wohnungen fiel um 41 Prozent von 168 Millionen Euro in 2022 auf 99,7 Millionen Euro. In Österreich betrug dieses Minus rund 30 Prozent.

Trotz des starken aktuellen Rückgangs waren Wohnungen 2023 noch immer um 17 Prozent teurer als im Fünfjahresvergleich (2018). Neubauwohnungen kosteten im Schnitt 261.500 Euro, Bestandswohnungen 196.700 Euro.

Ein wesentlicher Teil des österreichweiten Rückgangs kommt von der geringeren Anzahl an Neubauten und Generalsanierungen unter den Verbücherungen, der 2023 nur noch 31,8 Prozent betrug.

Erhebliche Unterschiede

Die drei Innviertler Bezirke haben sich im letzten Jahr sehr unterschiedlich entwickelt.

In Braunau wurden weniger als halb so viele Wohnungen verkauft wie 2022. Hingegen lag der Rückgang in Schärding mit einem Minus von 12,5 Prozent und in Ried mit minus 7,1 Prozent sogar unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt.

Re/Max Innova-Gründer Christian Haidinger hat eine Erklärung: „Im Bezirk Ried war bereits im Jahr 2022 ein starker Rückgang zu verzeichnen, der den Unterschied erklärt, aber gegenüber Braunau nicht wettmacht. Braunau war in den letzten Jahren mit seiner Grenzlage zu Oberbayern sowie Salzburg von einer starken Nachfrage und damit verbundenem Preisanstieg gekennzeichnet, daher war hier auch die Korrektur stärker.“

Die Wohnungspreise gingen über alle Bezirke im Durchschnitt um 6,2 Prozent zurück. Die „Mittlere Wohnung“ ist im Bezirk Schärding mit 192.000 Euro am günstigsten zu haben. In den Bezirken Ried (213.000 Euro) und Braunau (218.000 Euro) ist sie deutlich teurer.

Ein Neubauquadratmeter kostete im Innviertel 2023 im Durchschnitt um 35 Prozent mehr als der Gebrauchtquadratmeter.

Für 2024 erwartet Re/Max eine Markterholung, die aber nicht das Niveau der Rekordjahre 2021 oder 2022 erreichen wird.


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