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Lohnsburger Gemeinderat gab Grünes Licht für Windkraftprojekt am Steiglberg

Walter Horn, 24.05.2024 17:57

LOHNSBURG. Das Windkraftprojekt der Windkraft Simonsfeld AG und der Österreichischen Bundesforste AG am Steiglberg, das im vorigen Sommer noch vom Lohnsburger Gemeinderat abgelehnt wurde, hat diese Hürde im zweiten Anlauf mit klarer Mehrheit geschafft.

Die zukünftige Ansicht der Windräder von der Kobernaußer Landesstraße („Roderer“) in einer Visualisierung der Windkraft Simonsfeld, wie sie auch in den Behördenverfahren vorgelegt wird (Foto: Windkraft Simonsfeld)

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Mai, mit 14 Pro-Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung für das Projekt gestimmt. Im vorigen Sommer wurde es noch mit 11:8 Stimmen abgelehnt.

Das Projekt – die Zahl der Anlagen, die Anlagenklasse und die geplanten Standorte – ist das selbe wie im Vorjahr. Allerdings gibt es jetzt einen Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde und den Betreibern, in denen die Rahmenbedingungen klar geregelt sind. Diese schriftliche Vereinbarung, so Bürgermeister Robert Weber gegenüber Tips, habe einigen Mandataren im vorigen Jahr noch gefehlt.

Kompensationsleistungen vereinbart

Der Vertrag, der von Rechtsanwälten in Kooperation mit dem Österreichischen Gemeindebund und dem Land OÖ ausformuliert wurde, legt jährliche Kompensationsleistungen der Projektbetreiber an die Gemeinde ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Windparks fest. Er im vorigen Sommer noch in Arbeit.

Im Kern wurde vertraglich vereinbart, dass die Windparkbetreiber als Kompensation für eventuelle Auswirkungen der Windräder auf das Landschaftsbild und den Tourismus Projekte in der Gemeinde Lohnsburg im Bereich der Erneuerbaren Energien, des Tourismus sowie des Orts- und Landschaftsbildes im Ausmaß von bis zu 108.000 Euro jährlich finanzieren werden.

Der Gemeinderat hat damit die Einleitung für die Raumordnungswidmung, die Zustimmung zur Einleitung der Umweltverträglichkeitsprüfung und die Zustimmung zum Kooperationsvertrag mit den Projektwerbern beschlossen. Die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist für Anfang 2025 geplant.

Das Projekt

Die Pläne sehen vor, dass die bestehende Anlage in Steiglberg abgebaut und durch sechs deutlich größere und leistungsfähigere Windräder ersetzt werden sollte.

Von Seiten der Betreiber heißt es, dass die sechs neuen Windräder im Vollausbau rund 78 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr erzeugen und somit den Jahresbedarf von knapp 20.000 Haushalten decken können.

Gemeinsam mit dem Nachbarprojekt „Windpark Kobernaußerwald“, in welchem bereits im Dezember 2023 die Zustimmung der fünf betroffenen Standortgemeinden erreicht wurde, könne sich damit der Kobernaußerwald zu einer wichtigen Erzeugungsregion für erneuerbare Energie in Oberösterreich entwickeln.


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