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UTZENAICH. Der Smart Energy Day der BioG GmbH stand im Zeichen der alternativen Energieproduktion aus Feldresten und organischem Abfall. Weil das Erneuerbare-Gase-Gesetz nicht beschlossen wurde, wird BioG seinen Standort nicht ausbauen.

Praktische Vorführung der Maisstrohernte (Foto: Bio G)
  1 / 3   Praktische Vorführung der Maisstrohernte (Foto: Bio G)

Mit Fachvorträgen und einer praktischen Vorführung auf dem Feld wurde aufgezeigt, wie einfach und effizient wertvolle organische Substanz (Feldreste) einer weiteren Nutzung für die Biomethanproduktion zugeführt werden kann.

Die daraus gewonnene Energie in Form von Biomethan wird in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zum einen für die „klassische“ Stromerzeugung genutzt, zum anderen zu CNG (Compressed Natural Gas) umgewandelt. BioG und Industriepartner demonstrierten CO2-freie Energie- und Treibstoff-produktion als praxistaugliche Alternative.

Darstellung gelebter Kreislaufwirtschaft

Der Fokus der eintägigen Veranstaltung lag auf der praktischen Darstellung gelebter Kreislaufwirtschaft sowie der gesamten Reststoffnutzungskette. Experten aus der Biogas-Branche, als auch Industrievertreter, zeigten in Fachvorträgen Leistungszahlen der praxistauglichen CNG-Antriebstechnik und bewiesen zugleich die Sinnhaftigkeit der Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung von Feldresten bzw. organischen Reststoffen.

Als Reststoffe werden Materialien bezeichnet, die bisher ungenutzt blieben, wie zum Beispiel Mais-, Raps- oder Sojastroh, Zwischenfrüchte und Stallmist. Die Feldreste bleiben normalerweise nach der Ernte des Korns am Feld zurück, da sie aufgrund der inhomogenen Konsistenz und stark schwankenden Trockenmassegehalte problematisch für einen weiteren Gebrauch sind. Jedoch ist dessen Energiepotential enorm: mit Maisstroh eines Hektars kann ca. 1.200 Liter Öl ersetzt und dadurch etwa drei Tonnen CO2 eingespart werden.

Keine Erweiterung bei BioG

BioG-Geschäftsführer Josef Höckner kritisierte, dass die Regierung „völlig unerwartet“ das Erneuerbare-Gase-Gesetz nicht beschlossen hat, obwohl sich zuletzt auch die SPÖ dafür ausgesprichen hatte: „Hier hat sich offenbar die von fossiler Energie abhängige Industrie in den ÖVP-Reihen durchgesetzt und begründet dies mit dem Verlust von Arbeitsplätzen durch stark steigende Energiepreise bis zum Dreifachen. Für die BioG bedeutet diese Regierungsentscheidung, dass die geplante Erweiterung der Produktion und die Aufstockung um 50 Arbeitsplätze an unserem Standort in Österreich somit gestoppt ist.“

Fakt sei, so Höckner, dass Biomethan als Treibstoff (CNG) zum selben Preis erzeugt werden kann wie Diesel, der momentan an den Tankstellen angeboten wird - und das CO2-frei. Die Verhinderung dieses Gesetzes bedeute die Verhinderung von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen sowie Investitionen von mehr als 1,7 Milliarden Euro in die Bauwirtschaft und Metallindustrie. Weiters werde auf die Einsparung von zwei Millionen Tonnen CO2 verzichtet, für die ab 2030 Strafzahlungen fällig würden.


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