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RIED. Zum zweiten Mal streikten am Dienstag, 3. März, Teile der nicht-ärztlichen Belegschaft der acht Ordensspitäler in Oberösterreich. In Ried fand die Betriebsversammlung in der Arbeiterkammer statt; eine „mobile Streikversammlung“ führte die Streikenden bis zum Hauptplatz. 

  1 / 3   Die „mobile Streikversammlung“ der Gewerkschaft vida endete auf dem Rieder Hauptplatz, wo gerade der Grünmarkt stattfand. (Foto: ÖGB Ried)

Der Streik sei notwendig geworden, sagte Ernst Eder, der stellvertretende Vorsitzende des Angestellten-Betriebsrates, weil die Gewerkschaft vida auch in der sechsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern „keine Bewegung“ erkannt habe.

Die Teilnehmerzahl lag etwas niedriger als beim ersten Streik am 22. Jänner, was auch daran lag, dass den Streikenden in Ried „als einzigem Ordensspital“ ein Streiklokal im Krankenhaus verwehrt wurde. 

In einer Aussendung am Dienstagvormittag wies die Arbeitgeberseite darauf hin, dass von dem Streik landesweit in den acht Spitälern 55 Operationen betroffen waren. Diese seien aber entweder bereits durchgeführt worden oder würden zeitnah nachgeholt. 

Bis zum Hauptplatz

Die Route der „mobilen Streikversammlung“ in Ried führte von der Arbeiterkammer bis zum Hauptplatz, wo gerade der Grünmarkt stattfand. Ernst Eder und die zweite stellvertretende Betriebsrats-Obfrau Isabell Burgstaller beschrieben die Reaktionen der Passanten und Marktbesucher als „sowohl als auch“: Es habe kritische und unterstützende Äußerungen gegeben, die Mehrheit habe aber Verständnis für den Streik gezeigt. 

Versammlung in der Arbeiterkammer

In der Versammlung in der Arbeiterkammer wurde nicht nur über den Verlauf des Streiks diskutiert. Es wurden auch Briefe von Pflegeangestellten vorgelesen, die ihre Erfahrungen in ihrem Job schilderten; sowohl positive als auch negative wie vor allem die hohe körperliche und geistige Belastung. 

Nächste Runde am 12. März

Ernst Eder: „Wir streiken nicht gerne. Das ist für alle eine Belastung. Der Streik ist das letzte Mittel, damit etwas in Bewegung kommt.“ Die Gewerkschaft bleibe gesprächsbereit. Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern, bereits die siebte, ist für den 12. März geplant. 


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