Reichersberger Firma erzeugt begrünte Parkflächen
REICHERSBERG. Die zunehmende Bodenversiegelung zählt zu den großen Umweltfragen in Österreich. Laut aktuellen Erhebungen werden täglich rund 12,9 Hektar Boden verbaut. Gleichzeitig wächst bei Gemeinden und Unternehmen das Interesse an Lösungen, die eine Nutzung von Flächen ermöglichen, ohne deren natürliche Funktionen vollständig einzuschränken.

Vor diesem Hintergrund verzeichnet die TTE Öko-Bodensystem Zahrer GmbH aus Reichersberg eine steigende Nachfrage nach ihren Rasengittersystemen. Nach Unternehmensangaben wurden 2025 mehr als 40.000 Quadratmeter solcher Flächen verlegt. Für 2026 wird mit rund 60.000 Quadratmetern gerechnet.
Das Prinzip der Rasengitter besteht darin, befahrbare Flächen zu schaffen, die zugleich begrünt bleiben und Niederschlagswasser versickern lassen. Eingesetzt werden die Systeme unter anderem für Parkplätze, Zufahrten und temporär genutzte Verkehrsflächen.
Neu am Markt ist ein vorbegrüntes Rasengittersystem aus recyceltem Kunststoff. Die Elemente werden bereits mehrere Monate vor der Auslieferung begrünt, sodass nach der Verlegung unmittelbar eine dichte Grünfläche zur Verfügung steht. Dies soll insbesondere dort Vorteile bringen, wo Flächen rasch nutzbar sein müssen. Ebenfalls neu ist eine Variante, die bereits werkseitig mit Pflastersteinen befüllt wird und dadurch den Einbau vor Ort vereinfachen soll.
Experten sehen in versickerungsfähigen Flächen zwar keinen Ersatz für unbebaute Böden, aber einen möglichen Beitrag zur Reduzierung der Folgen von Bodenversiegelung im Siedlungs- und Gewerbebereich.


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