Eine Blumenwiese für die Riedauer
Riedau. Ein Meer aus 2000 metallischen Pflanzen ziert seit vergangenem Donnerstag den Riedauer Kreisverkehr. Gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl eröffneten die Riedauer ihren neuen Kreisverkehr. Der Riedauer Künstler Paul Osterberger entwickelte gemeinsam mit Lehrlingen der Firma Leitz das Kunstwerk unter dem Titel „Renaturierung“. Mit der Errichtung des Kreisverkehrs wurde eine große Gefahrenquelle entschärft.

„Mit dem neuen Kreisverkehr wurde die Gefahrenquelle behoben. Nun hoffen wir, dass nichts mehr passiert“, sagt Bürgermeisterin Berta Scheuringer zur Eröffnungen des neuen Kreisverkehrs an der Dorfer Kreuzung in Riedau am 11. Juni. Eine Unfallhäufungstelle in Riedau konnte so entschärft werden. Viele Unfälle und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h erforderten die Entschärfung der Gefahrenkreuzung. Die moderne Kreisverkehrsanlage in Riedau erfüllt nun mehrere Herausforderungen: Einerseits wurde nun ein gefahrloseres Queren ermöglicht. Anderseits wurde durch die Errichtung eines Geh- und Radweges mehr Verkehrssicherheit für Fußgängerund Radfahrer erzielt. „Seit der Errichtung des Kreisverkehrs erfolgte kein Unfall mit Personenschäden mehr. Die Kreuzung in Riedau ist für die 5.500 Verkehrsteilnehmer verkehrssicher“, zeigte sich Straßenbaureferent Franz Hiesl überzeugt und freut sich über das gelungene Kunstwerk, das die Kreisverkehrsanlage ziert. Viel Verkehr und hohe Geschwindigkeiten erhöhen Gefahrenpotential Auf der Unterinnviertler Straße und Pramtal Straße im Gemeindegebiet von Riedau bewegen sich täglich 5.500 Fahrzeuge, einschließlich 440 LKWs. Eine Verkehrszählung hat ergeben, dass alle vier Äste in etwa eine gleich hohe Verkehrsbelastung aufweisen. Die Kreuzung befindet sich in einem ebenen übersichtlichen Gelände. Durch fehlende Linksabbiegestreifen kam es zu zahlreichen Auffahrunfällen. Zusätzlich kam es immer wieder zu Verletzungen des Vorranges und so ereigneten sich bei dieser Kreuzung viele Kollisionen. Zudem herrscht in diesem Gebiet - speziell im Herbst – oft dichter Nebel. Auf der übergeordneten L 513 wurde im Zuge einer Geschwindigkeitsmessung eine maximal gefahrene Geschwindigkeit von 165 km/h festgestellt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt im gegenständlichen Abschnitt der Unterinnviertler Straße immer noch 103 km/h. Gefahrenkreuzung in Riedau Die Kreuzung der L 513 Unterinnviertler Straße mit der L 1124 Pramtal Straße im Gemeindegebiet von Riedau ist eine Unfallhäufungsstelle. Insbesondere für den Radverkehr und für die Fußgänger ist das Überqueren der Kreuzung schwierig. Diesen Umstand belegt auch die Unfallstatistik: Im Zeitraum von 2009 bis 2014 ereigneten sich an dieser Kreuzung neun Unfälle mit Personenschäden. Kreisverkehr senkt Geschwindigkeiten und erhöht Verkehrssicherheit Zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle wurde der Umbau des derzeitigen Kreuzungsknotens zu einer Kreisverkehrsanlage vorgeschlagen, umso in Zukunft die Verkehrssicherheit zu verbessern. Durch den Kreisverkehr können die Geschwindigkeiten gesenkt und Unfälle verhindert werden. Der Außendurchmesser des Kreisverkehrs beträgt 40 m und der Innendurchmesser 28 m. Die Fahrstreifenbreite beträgt 6 m. Mit den Bauarbeiten wurde im Mai 2014 begonnen. Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit der Fußgänger/innen und Radfahrer gelegt. So wurde ein eigener Geh- und Radweg um 30.000 Euro errichtet. Eine Querung der besonders gefährlichen Kreuzung kann in Zukunft verkehrssicher erfolgen.


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