Heinrich Ruhmanseder will neue Ideen für Riedau
Riedau. Vom Sauwald ins Pramtal verschlug es den gebürtigen Vichtensteiner Heinrich Ruhmanseder im Jahr 1980. Als Lehrer der Neuen Mittelschule fand er in der 2000-Einwohner-Gemeinde vor 35 Jahren seine zweite Heimat. Der 57-jährige Vater von drei Kindern und stolze Opa eines Enkelsohnes übt seit sechs Jahren das Amt des Kulturausschuss-Obmannes in der Gemeinde aus und stellt sich heuer als FPÖ-Kandidat zum zweiten Mal der Wahl zum Bürgermeister.

Tips: Am 27. September wird gewählt, was haben Sie sich für diesen Tag vorgenommen?
Heinrich Ruhmanseder: Ich möchte auf jeden Fall meine Stimmenanzahl verdoppeln und wenn möglich in die Stichwahl kommen.
Tips: Warum haben Sie sich entschlossen zur Wahl zum Bürgermeister anzutreten?
Ruhmanseder: Dazu gibt es zwei Gründe. Erstens wegen meiner Tätigkeit als Kulturausschuss-obmann, die mir sehr viel Spaß macht. Im Kulturausschuss konnten wir sehr viele Veranstaltungen, auch ohne Parteipolitik, umsetzen. Es macht einfach Spaß für die Riedauer zu arbeiten. Zum zweiten haben mich sehr viele Bürger angesprochen, ob ich nicht kandidieren möchte.
Tips: Sie treten ja bereits zum zweiten Mal als Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Riedau an. Welche Chancen rechnen Sie sich dieses Mal aus?
Ruhmanseder: Ich finde das amerikanische Prinzip, dass nach zwei Amtsperioden jemand neuer kommt, sehr sinnvoll. Jeder hat neue Ideen, die er in die Gemeinde einbringen kann. Eingefahrene Schienen könnten, wenn sozusagen ein neuer Besen kommt, weggewischt werden und neue Ideen könnten einfließen.
Tips: Was würden Sie in der Gemeinde Riedau verändern?
Ruhmanseder: Mein wichtigstes Anliegen ist, die Gemeinde so schnell wie möglich schuldenfrei zu machen, um wieder unabhängig sein zu können. Das könnte zum Beispiel durch eine straffere Verwaltung und gut überlegte Investitionen passieren.
Tips: Was ist das Schöne an der Gemeinde Riedau?
Ruhmanseder: Viele haben hier, so auch ich, eine zweite Heimat gefunden. Die gute Infrastruktur ist ein positiver Aspekt. Außerdem finde ich, obwohl Riedau flächenmäßig eine kleine Gemeinde ist, dass sie einen wunderschönen Marktplatz mit viel Gastronomie hat.
Tips: Was glauben Sie, wünschen sich die Riedauer von einem Bürgermeister?
Ruhmanseder: Das Wichtigste ist, dass er sich der Anliegen der Bürger annimmt, egal von welcher Partei er ist.
Tips: Und warum sollten die Riedauer Sie wählen?
Ruhmanseder: Es wäre einfach ein neuer Zugang. Natürlich wurde gut gearbeitet in den letzten sechs Jahren. Es ist in der Gemeinde ein Miteinander und das finde ich gut. Das möchte ich auch so weiterleben.
Tips: Aus aktuellem Anlass: Wie beurteilen Sie die Flüchtlingssituation?
Ruhmanseder: Wahren Flüchtlingen sollte man helfen. Diesen Menschen geht es schlecht. Ich glaube auch, die Spitze ist noch nicht erreicht. In dieser Situation müssen wir alle zusammenhelfen, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Es kann sich keiner von der Verantwortung ausnehmen. Leider haben wir in Riedau kein geeignetes, leer stehendes Gebäude, das für eine Flüchtlingsunterkunft geeignet wäre. Vorstellbar wäre aber ein Containerdorf für Riedau. Ich denke auch, um das Schlepperwesen einzudämmen, wären temporäre Grenzkontrollen vorteilhaft.?


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