Unbedingte Haft für Hundezüchterin
ROHRBACH-BERG/LINZ. Mehr als 700 teils kranke Welpen soll ein Paar in betrügerischer Absicht an Kunden in Europa verkauft haben. Der Schaden liegt laut Staatsanwaltschaft bei 178.000 Euro.

4 Monate unbedingt für die 52-jährige Frau und eine ebenso lange Haftstrafe - zwei Drittel davon auf Bewährung - für den Mann (die Sprüche sind nicht rechtskräftig) - so lautet das Urteil im Prozess um das Ehepaar, das auf einem Hof in der Ortschaft Berg Hunde züchtete und diese dann über das Internet verkaufte. Viele der Tiere litten an ansteckenden Krankheiten und laut Staatsanwaltschaft oft auch zugekauft worden. Trotzdem wurden Tiere beim Verkauf immer als Kerngesund und aus professioneller Eigenzucht stammend beschrieben worden.
Züchter-Paar hatte ErfahrungDas Paar hätte, laut Richter Oliver Schoßwohl, die Erfahrung gehabt, ein krankes von einem gesunden Tier zu unterscheiden. In seiner Urteilsbegründung unterstrich er deshalb, dass die beiden es billigend in Kauf genommen haben, dass die Tiere beim Verkauf krank waren. Bei der Frau gab es keine Milderungsgründe - sie war laut Gericht auch noch vorbestraft. Der Mann nicht - deshalb die mildere Strafe. Der Verteidiger kündigte Berufung an. Auch der Amtstierarzt und ein Tierarzt aus Bayern - er impfte und untersuchte die Hunde - sagten als Zeugen aus.


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