Jugend- und Kulturhaus soll bestehendes Angebot vernetzen
ROHRBACH-BERG. Für das kleine Jugendzentrum S“Haven gibt es große Visionen: Die Einrichtung im ehemaligen Bezirksgericht in Rohrbach-Berg soll zum Jugend- und Kulturhaus ausgebaut werden, um den Jugendlichen aus dem Bezirk ein besseres Freizeitangebot bieten zu können. Nur die Finanzierung muss noch auf die Beine gestellt werden.

Schon bisher wird das Jugendzentrum in der Bezirkshauptstadt gerne von Schülern genutzt, auch angebotene Kleinprojekte werden rege in Anspruch genommen. Dieses offene Jugendzentrum ist eine Säule, auf der das geplante Jugend- und Kulturhaus basiert. Gleichzeitig sollen hier die bestehenden Angebote für Jugendliche und die ganze Jugendarbeit zusammengeführt und vernetzt werden; es werden Konzerte, Ausstellungen, Theater- und Filmangebote zu günstigen Eintrittspreisen organisiert; und es wird ein spezielles Augenmerk auf die Talenteförderung und den Bildungsbereich gelegt. „Die Jugendlichen sollen sich in geschütztem Rahmen verwirklichen können. Sie können Filme drehen, Radio machen, Theater spielen, Ausstellungen oder Modeschauen organisieren“, erklärt Rita Schlagnitweit von der Jugendplattform des Bezirkes näher.
Coachings im niederschwelligen Bereich
Was das Projekt aber einzigartig macht, sind die bedarfsgerechten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die mit sehr niederschwelligem Zugang angeboten werden, informiert Schlagnitweit. Kostengünstige oder kostenlose Nachhilfe, Berufsorientierung, Informationsveranstaltungen, Coachings sind nur einige Vorschläge, die auch schon beim Jugendsymposium Anfang des Jahres gemacht wurden. „Wir wollen durch solche Maßnahmen die Jugendlichen auf das spätere Arbeitsleben vorbereiten und ihnen das Rüstzeug mitgeben, damit sie sich gut in die Gesellschaft einbringen können.“
Sie ist überzeugt, dass mit dem zusätzlichen Angeboten im Jugend- und Kulturhaus ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität und gegen die Abwanderung geleistet wird. Denn „Lebensqualität erhält die Region.“ Das Jugend- und Kulturhaus will keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten sein, sondern die Zusammenarbeit fördern.
1,2 Millionen Kosten
Allerdings besteht das Ganze bis jetzt nur als Konzept auf dem Papier. Zwar gab es vergangene Woche eine vorläufige Förder-Zusage über das Leader-Programm, insgesamt wären aber 1,2 Millionen notwendig, um das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren und für die Jugend der Region nutzbar zu machen. Die Finanzierung muss jetzt im neuen Gemeinderat geklärt werden. Dazu Bürgermeister Andreas Lindorfer: „Auf unserer Prioritätenliste stehen andere Projekte ganz oben“, nennt er den Rathaus-Umbau, die Schulsanierung und die Kindergarten-Erweiterung.


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