Vergleichsstudie für Mühlkreisbahn soll Mitte des Jahres fertig sein - dann geht's an die Umsetzung
BEZIRK ROHRBACH. Ein „Jahr wichtiger Weichenstellungen im Verkehr“ kündigt der dafür zuständige Landesrat Günther Steinkellner für 2016 an. Zukunftsweisend soll das neue Jahr auch für die Mühlkreisbahn sein.

Für Steinkellner steht der Erhalt der Mühlkreisbahn im Vordergrund. „Viel zu lange wurde diese wichtige Pendlerverbindung stiefmütterlich behandelt und wertvolle Zeit vergeudet. Das Ziel muss nun sein, die Bahn in Vollspur in ihrer gesamten Länge zu erhalten und zu modernisieren.“ Wie Tips bereits berichtete hat der FP-Landesrat eine Systemstudie in Auftrag gegeben, um eine Entscheidungsgrundlage für die Zukunft der Regionalbahn zu schaffen. Diese soll Mitte 2016 fertig sein.
Chlodwig Mölzer, Pressereferent von Steinkellner und zugleich zuständig für den öffentlichen Verkehr, ergänzt: „Ältere Gutachten und Pläne widersprechen sich teilweise, deshalb brauchen wir eine vergleichende, abschließende Studie. Auf dieser können wir aufbauen und die nächsten Schritte planen.“ Neben der Modernisierung und der Beseitigung der Langsamfahrstellen geht es auf lange Sicht auch um eine Durchbindung der Bahn bis zum Hauptbahnhof.
Auch einer Böhmerwald-Rundbahn steht Mölzer nicht ablehnend gegenüber. „Prinzipiell ist es eine gute Idee, den überregionalen Verkehrsfluss zu schließen. Aber wir müssen erstmal das Ergebnis der Studie abwarten, um weitere Ideen zu verfolgen.“
Buslinie über tschechische Grenze wird Realität
Weiter fortgeschritten sind hingegen die Überlegungen für eine Buslinie von Aigen-Schlägl über den Haagerberg und die tschechische Grenze bis zur Fähre beim Moldaustausee. „Eine überregionale Koordinationsgruppe arbeitet an der Umsetzung dieses Projekts, derzeit geht es in erster Linie um die Finanzierung“, verrät Chlodwig Mölzer. Von tschechischer Seite wäre die Finanzierung für die Bus-Verbindung nach Cerna und weiter bis Horni Plana bereits fixiert.


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