Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Hallenbad-Finanzierung: "4 Euro pro Einwohner sind für jede Gemeinde tragbar"

Martina Gahleitner, 12.01.2016 07:05

BEZIRK ROHRBACH. Weil in Sachen Hallenbad absolut nichts weitergeht, will jetzt LAbg. Georg Ecker mehr Druck machen. Denn für ihn ist klar, dass ein Hallenbad im Bezirk notwendig ist - und „wenn wir eins wollen, dann ist es auch finanzierbar“, ist er überzeugt.  

Der Bedarf für ein Hallenbad ist da - ein Konzept allerdings noch nicht. Geht es nach dem Tennisclub, soll auch gleich eine Mehrzweckhalle integriert werden. Foto: Weihbold

Tatsache ist, dass laut der oö. Bäderstudie zwei Bezirke Bedarf für ein Hallenbad haben. Während in Ried bereits ein Konzept präsentiert wurde, ist man davon hierzulande weit entfernt. „Ein Konzept muss also der nächste Schritt sein. Dann müssen wir die Finanzierung mit dem Land klären und drittens eine Kooperation mit allen 40 Gemeinden schaffen, um die zu erwartenden Abgänge gerecht aufzuteilen“, nennt der VP-Landtagsabgeordnete die notwendigen Maßnahmen, die heuer erfolgen sollen. Wobei letzterer Punkt sicherlich keine leichte Aufgabe wird.

Abgestufter Finanzierungsschlüssel

„Für mich ist klar, dass wir ein Hallenbad im Bezirk wollen und brauchen. Die Grundsatzfrage stellt sich gar nicht. Die Finanzierung ist nun eine politische Aufgabe.“ Eckers Vorschlag beruht auf einem abgestuften Anteilsschlüssel: „Wenn wir von einem Abgang von 300.000 Euro ausgehen und die Standortgemeinde - die nur Rohrbach sein kann - etwa ein Drittel übernimmt, bleiben pro Einwohner und pro Jahr rund vier Euro. Gemeinden, die näher an der Bezirkshauptstadt liegen, zahlen etwas mehr, als jene, die weiter weg sind. Dieser Solidaritätsbeitrag müsste für alle Gemeinden tragbar sein“, sagt der Landespolitiker und nennt als Vergleich Beiträge für überregionale Zusammenarbeit: Diese seien wesentlich höher. „Eine Region ist so stark, wie gut ihre Zusammenarbeit ist. Es gibt eben regionale Projekte, die man nur gemeinsam realisieren kann.“ Für den Obmann der Leaderregion Donau-Böhmerwald ist das Hallenbad auch ein klassisches Leaderprojekt und dementsprechend förderungswürdig.

Das Konzept selbst soll laut Georg Ecker „eher großzügig“ ausfallen - „dann kann man diskutieren, wieviel es kosten darf. Es muss auf jeden Fall ein Anziehungsprunkt im Bezirk werden. Ein reines Schwimmbecken ist zu wenig.“

Mehrzweckhalle integrieren

Geht es nach dem Tennisclub Rohrbach-Berg soll zugleich mit dem Hallenbad eine Tennishalle errichtet werden, die als Mehrzweckhalle vielseitig genutzt werden könnte. Gerald Trautner erklärt näher: „Eine Tennishalle allein wäre nicht finanzierbar. Aber mit dem Hallenbad könnten wir Umkleideräume, Duschen, WC-Anlagen, Sauna oder auch ein Restaurant gemeinsam nutzen.“ Trautner schwebt vor, dass die Halle auch für Ausstellungen, Sport-Veranstaltungen oder von anderen Sportlern und als Turnsaal für Schüler genutzt wird. „Das wäre eine irrsinnige Aufwertung für die ganze Region“, ist er überzeugt.

Mit einer neuen Tennishalle könnte man sich außerdem für ein Jugendleistungszentrum des oö. Tennisverbandes bewerben, von denen fünf weitere in Oberösterreich entstehen sollen. Von diesem würden vor allem junge Spieler profitieren, die hier mit ausgebildeten Trainern spielen könnten. Derzeit gibt es nur mehr in Hofkirchen eine Tennishalle sowie einige Plätze im Hotel Almesberger. Um Unterstützer für das Projekt zu finden, hat Gerald Trautner eine Unterschriftenaktion gestartet und bereits über 200 Unterschriften gesammelt. Listen liegen bei Intersport Pötscher in Rohrbach auf.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden