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ROHRBACH-BERG/NEUFELDEN. Es ist nicht ein Jahr Urlaub, das hinter Philipp Grill und Elisabeth Luger liegt, sondern ein Jahr voller Abenteuer, spannender Ereignisse, neuer Eindrücke und unvergesslicher Momente. Jetzt erinnern noch unzählige Fotos an ihre Weltreise, die sie zu beeindruckend schönen Orten geführt hat.
 

  1 / 5   Seit zwei Jahren läuft Philipp Grill jeden Tag mindestens acht Kilometer. Diese Serie setzte er auch während seiner Weltreise fort - hier ist er beim Monument Valley in den USA unterwegs.

Im Nachhinein betrachtet, war Kauai, eine der vier Inseln von Hawaii, das schönste Fleckerl für die beiden Weltenbummler. „Wahrscheinlich auch, weil wir nur einen Tag  dort  waren und es noch so viel zu entdecken gegeben hätte. Die Insel ist  ganz anders, als das was wir bereits erlebt hatten“, erzählt Philipp Grill aus Rohrbach-Berg. Aber eigentlich will er die Frage nach dem schönsten Platz auf Erden gar nicht beantworten: Es habe überall seine Reize, sagt er. Und nach 60.000 Kilometern, die er und seine Reise-Gefährtin Elisabeth Luger aus Neufelden in den vergangenen acht Monaten zurückgelegt haben, nach der Reise quer durch drei Kontinente wissen sie, wovon sie reden.

Von Afrika ging es nach Südamerika, Nordamerika und Kanada, weiter nach Hawaii, auf die Fidschi-Inseln und nach Australien und Neuseeland. „Wir waren fast jeden Tag woanders, haben keine zwei Nächte im selben Hotel oder auf dem selben Campingplatz verbracht“, berichtet Philipp. Geplant wurde aber nur grob: „Wir haben den Kontinent und die Richtung gewusst. Nach jeder Landung  wurden dann Prospekte gesammelt und über Internet einen Masterplan recherchiert und dann sind wir einfach losgefahren.“ Wobei die landschafts-begeisterten Mühlviertler auch abseits der normalen Touristenmagnete unterwegs waren und vor allem viele Ziele erwandert haben.

Mit dem Hubschrauber in die Wildnis

Die Beiden marschierten durch Nationalparks, schauten sich auf dem Schicksalsberg aus Herr der Ringe den Sonnenaufgang an, wanderten durch Salzwüsten, Wälder und Gletscher. Nur zum Into the Wild-Bus (bekannt aus dem gleichnamigen Film) schafften sie es nicht: „Bei dieser 30 Kilometer-Wanderung sind drei Flüsse zu überqueren und der dritte führte einfach zuviel Schmelzwasser. Mir ging das Wasser buchstäblich bis zum Hals.“ Weil das aber eines von ganz wenigen „Unbedingt-Zielen“ der beiden gewesen ist, ließen sie sich mit dem Helikopter in die Wildnis fliegen. Daneben waren sie Fallschirmspringen in Neuseeland, Rafting auf einen Wasserfall in Afrika, Schnorcheln auf den Fidschis und sie machten House Running in La Paz.

Jeden Tag acht Kilometer gelaufen

Die „coolsten Erlebnisse“ gab es für Philipp Grill aber beim Laufen. Schon vor seinem Abflug lief er jeden Tag mindestens acht Kilometer, diese Serie konnte er auch während des langen Trips fortsetzen - durch Salzwüsten in Bolivien, auf 4000 Meter Höhe in Südafrika, durch die Wälder in Alaska, wo er sogar einen Bären gesehen hat, durch Städte, am Strand der Fidschis, wo Philipp 16 Mal am Strand hin und herlaufen musste, um die acht Kilometer zu schaffen, oder beim Monument Valley, wo schon Forrest Gump seinen langen Lauf beendet hat. Unvergesslich ist für ihn ein Erlebnis in Afrika: „Als ich durch ein kleines, abgelegenes Dorf lief, sind mir kleine Kinder einfach nachgelaufen. Dann kamen immer mehr Leute dazu, sogar ein Auto ist neben mir hergefahren. Dann hat sich der ganze Tross mit mir umgedreht und mich noch ein Stück weiter begleitet. Sie haben wahrscheinlich noch nie einen Weißen gesehen und schon gar nicht einen, der rennt“, meint der Rohrbach-Berger.

Wieder zu Hause freuten sie sich vor allem auf frisches Brot, auf ein Leberkässemmerl und auf die alltäglichen Sachen: jeden Tag wissen, wo man schläft, wo man sich waschen kann. Nächste Reisen sind aber nicht ausgeschlossen. „In Europa gibt es schöne Ziele und in Asien haben wir nur einen Zwischenstopp eingelegt. Da steht noch einiges auf der To-do-Liste“, verrät Philipp. So lange will er aber nicht mehr unterwegs sein, denn nach einem Jahr komme es fast zu einem Überdruss an Schönheit, die man dann nicht mehr so zu schätzen weiß.

Online ist die Reise übrigens noch nicht zu Ende: Auf Facebook oder Instagram werden noch laufend Fotos gepostet:

www.liana.at

www.facebook.com/lianadotat

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