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BEZIRK ROHRBACH. „Wie wir leben und wie andere uns erleben“ wollen die Bäuerinnen des Bezirkes heuer mit ihrem Jahresschwerpunkt aufzeigen. Dabei geht es auch um mehr Verständnis für die bäuerlichen Arbeiten im Lauf des Jahres.
 

  1 / 3   Eine funktionierende Landwirtschaft garantiert die Versorgung mit regional erzeugten Lebensmitteln und den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Foto: Weihbold

Sie beliefern uns mit Milch, Fleisch, Eiern, Getreide, Gemüse, Obst, Hopfen, Kräuter und sorgen für den Erhalt unserer Kulturlandschaft: Die Landwirte - gerade mal drei Prozent der Bevölkerung - spielen eine wichtige Rolle. „Eigentlich hängen alle von der Landwirtschaft ab - und auch umgekehrt: Wir brauchen die Konsumenten genauso. Das ist ein Geben und Nehmen“, zeigt Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer auf. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt wollen sie und ihre Bäuerinnen auf die Landwirtschaft in ihrer Vielfalt aufmerksam machen und ihren Wert bewusst machen.

Sie hofft damit auch auf mehr Verständnis für die bäuerlichen Arbeiten, vor allem für die Gülleausbringung: „Das gehört alles zur Kreislaufwirtschaft“, betont Lindorfer. Wichtig ist ihr, dass sich die Bauernschaft intern nicht auseinander spalten lässt. „Ob klein oder groß, konventionell oder bio: Jeder Betrieb muss seinen Platz haben. Und jeder Bauer ist ein Unternehmer, der selber entscheiden muss, wie er seinen Betrieb führt“, betont die Niederwaldkirchnerin.

Auftritt in den Schulen

Wie die Bauern leben und was sie leisten, wollen die Bäuerinnen heuer verstärkt auch in die Schulen bringen. Mit kindgerechten Angeboten, wie dem Milchlehrpfad, dem Schweinelehrpfad, der Geschmacksschule oder der Schule am Bauernhof, sollen die Konsumenten von morgen mehr über die Landwirtschaft erfahren.

Daneben sind auch heuer wieder einige Veranstaltungen geplant: So gibt es ein Generationenfrühstück (12. Februar, Wildparkwirt Altenfelden), den Palmbuschenverkauf am Wochenmarkt in Rohrbach-Berg  (19. März), den Bäuerinnen-Bezirkswandertag (20. September, Schönegg), verschiedene Aktionstage und auch der Krapfenkirtag ist wieder geplant (12. Juni, Meierhof in Aigen-Schlägl).

Der Wert der Lebensmittel

Um das Bewusstsein für regional erzeugte Lebensmittel zu stärken, fand am Samstag in ganz Oberösterreich die Sympathiekundgebung „Genuss von Dahoam bringt“s“ statt. Bäuerinnen und Bauern suchten mit den Funktionären des Bauernbundes vor rund 300 Märkten das Gespräch mit den Konsumenten. Mit der Aktion wurde gemeinsam mit dem Lebensmittelhandel ein Zeichen für mehr Regionalität gesetzt. Denn  nur eine funktionierende und überlebensfähige kleinstrukturierte Landwirtschaft könne die Unabhängigkeit von Lebensmittelimporten und die Versorgung mit gentechnikfreien und nachhaltig hergestellten bäuerlichen Erzeugnissen garantieren, betonten die Akteure. „Die Konsumenten haben es in der Hand: Mit ihrer täglichen Kaufentscheidung für heimische Lebensmittel setzen sie ein klares Zeichen für Regionalität und Qualität“, erklärte Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger, der unter anderem im Spar-Markt von Johannes Jetschgo in Sarleinsbach anzutreffen war.


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