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ROHRBACH-BERG. Mit der Grundversorgung für Asylwerber ist im Vorjahr ein komplett neuer Aufgabenbereich für das Rote Kreuz dazugekommen. Diesen hat man ebenso gut gemeistert wie die Kernaufgabe, den Rettungsdienst, bei dem erstmals die 1 Million Kilometer-Marke geknackt wurde.

  1 / 2   Gut gemeistert haben die Rotkreuz-Mitarbeiter die neuen Aufgaben im Asylwesen, der Katastrophenhilfsdienst hat sich bewährt. Foto: Hartl

In sieben Quartieren betreut das Rote Kreuz derzeit 130 Asylwerber, zwei weitere in Altenfelden und St. Martin werden im Frühjahr in Betrieb gehen. „Zu diesem Zweck wurden drei Mitarbeiter beruflich angestellt“, informiert Rotkreuz-Bezirksstellenleiterin Wilbirg Mitterlehner. Besonders gefordert waren die RK-Mitarbeiter aber bei der humanitären Betreuung der durchreisenden Flüchtlinge. Der Katastrophenhilfsdienst konnte hier seine Schlagkraft unter Beweis stellen: Binnen drei Stunden ging das erste Quartier in der Stockschützenhalle in Kollerschlag in Betrieb. „In den folgenden drei Monaten versorgten über 3000 Helfer mehr als 60.000 Menschen in Kollerschlag, Julbach und Hanging. Das war eine gewaltige Herausforderung“, sagt Mitterlehner. Bezirksrettungskommandant Hannes Raab ergänzt: „Es hat alles funktioniert. Aber für das Durchgangslager Nebelberg, das derzeit auf stand by ist und binnen 72 Stunden aktiviert werden kann, haben wir Verbesserungen der Infrastruktur gefordert“, nennt er den festen Unterbau, Trinkwasser und Stromanschluss als Beispiele.

Keine Spendengelder für Asylwesen

Er betont außerdem, dass für das Asylwesen keine Spendengelder verwendet werden, „das kommt zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand.“

Spendengelder und Mitgliedsbeiträge dienen vielmehr dafür, den Rettungsdienst rund um die Uhr sicherzustellen. Bei den Ausfahrten nähert sich das Rote Kreuz der 30.000er-Grenze (28.239 Ausfahrten im Jahr 2015). Exakt 1.052.118 Kilometer wurden zurückgelegt, knapp 180.000 freiwillige Stunden dafür geleistet. Raab sagt dazu: „In allen Sparten melden sich ehrenamtliche Mitarbeiter. Das zeigt, dass wir eine sehr attraktive Organisation sind.“ Die Heerschar an Freiwilligen ist auf 1095 angewachsen, dazu kommen 149 berufliche Mitarbeiter.

Neuer NEF im Einsatz

Seit gut einer Woche hat das Rote Kreuz ein neues Notarzteinsatzfahrzeug im Dienst. Der alte NEF war sechs Jahre alt und hatte mehr als 250.000 Kilometer auf den Rädern. Er wurde deshalb ausgetauscht, das NEF-Team kommt jetzt mit einem VW Amarok zu den Patienten.


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