Nicht einmal die Hälfte der Kinder tragen Warnwesten
BEZIRK ROHRBACH. Um die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit der Kinder im Straßenverekhr zu erhöhen, verteilt der OÖ. Zivilschutz jedes Jahr Warnwesten an die Schulanfänger. Diese Aktion macht aber nur Sinn, wenn die Westen auch getragen werden.

Nur 45,5 Prozent der Kinder machen sich im Bezirk Rohrbach mit der Warnweste besser sichtbar. Das ergab eine Überprüfung der Tragehäufigkeit. Dabei besuchen die Zivilschutzbeauftragten stichprobenartig die Volksschulen und belohnen mit einem kleinen Geschenk jene Kinder, die eine Warnweste anhaben.
Die Tragehäufigkeit in Oberösterreich liegt bei knapp 47 Prozent. Ein Wert, mit dem Zivilschutzpräsident Michael Hammer nicht zufrieden sein kann: „Nicht einmal die Hälfte der Schulanfänger trug bei der Überprüfung eine Warnweste. Diese niedrige Zahl und die vielen Unfälle im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig es ist, weiterhin einen Schwerpunkt beim Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu setzen.“ Er appelliert an die Erziehungsberechtigten, den Schülerrn auch eine Warnweste anzuziehen, wenn sie mit dem Auto zur Schule gebracht werden, um sie für das Thema zu sensibilisieren. „Außerdem ist es unser Ziel, dass die Warnwesten nicht nur am Schulweg, sondern auch in der Freizeit getragen wird“, sagt Hammer.
Notwendigkeit sichtbar gemacht
Bei der Nachhaltigkeitsüberprüfung wurde den Kindern erklärt, wie wichtig es ist, immer eine Warnweste zu tragen. Zur Demonstration wurde ein Foto von den Schülern im abgedunkelten Raum ohne Blitz gemacht; danach ein Foto mit Blitz, auf dem die reflektierenden Streifen gut zu erkennen sind. Mit einer Warnweste erhöht sich die Sichtbarkeit von 30 auf 150 Meter.
Wichtig ist auch die Vorbildwirkung bei Eltern und Lehrern: Auch diese sollten eine Warnweste oder reflektierende Armbänder nutzen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind.


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