Ein zuagroaster Salzburger übernimmt die Spitze der Rohrbacher Bergfexe
ROHRBACH-BERG. 1536 Mitglieder und ein gut eingespieltes Vorstandsteam übernimmt Peter Pagitsch, der am Freitag Abend einstimmig zum Bezirksvorsitzenden des Rohrbacher Alpenvereins gewählt wurde.

Die Suche nach einem neuen Obmann war nicht einfach. Deshalb hat Josef Madlmayr, der nach der schweren Erkrankung von Obmann Josef Spindlböck vor einem Jahr den Vorsitz vorübergehend übernommen hat, einen eher unüblichen Weg gewählt. Über Zeitungsberichte, auch in den Tips, wurde nach Bewerbern gesucht - und tatsächlich: Mit Peter Pagitsch, Bürgermeister von Schönegg, ist jetzt ein Quereinsteiger an die Spitze gewählt worden.
Lieber auf der Alm, als in der Schule
Quereinsteiger aber nur, was den Alpenverein betrifft. Denn als gebürtiger Lungauer wurde ihm die Liebe und Leidenschaft für die Berge quasi in die Wiege gelegt. Schon als Kind verbrachte er viel Zeit in luftiger Höhe und wollte lieber auf der Alm bei seiner Tante, der Sennerin, bleiben, als in die Schule zu gehen. Die Liebe hat ihn schließlich ins Mühlviertel gebracht, wo er in Piberschlag sesshaft wurde. “Der Rohrbacher Alpenverein ist sehr gut aufgestellt und es herrscht hier gutes Klima. Es freut mich, jetzt ein Teil davon zu sein“, meinte Peter Pagitsch in seiner Antrittsrede.
Rühriges Vorstandsteam
Unterstützung bekommt der neue Vorsitzende vom rührigen Vorstandsteam sowie seinen beiden Stellvertretern Josef Madlmayr und Werner Stütz. Letzterer ist ebenfalls ein Newcomer im Vereinsleben, aber neben seiner beruflichen Tätigkeit als Chirurg gerne in den Bergen unterwegs.
Sepp Spindlböck geehrt
An dem Abend wurden auch treue Mitglieder geehrt (für 25, 40 und 50 Jahre). Außerdem überraschten die Alpenvereinsleute ihren ehemalige Obmann Josef Spindlböck, der vier Jahre den Verein führte, mit einem Fotobuch voller Erinnerungen. Damit bereiteten sie ihm sichtlich eine große Freude.
Im Vorjahr kamen 116 neue Mitglieder zum Alpenverein Rohrbach dazu. 48 Klettertermine in der Volksschule, 30 Berg- und Skitouren, 26 Radausfahrten, 24 Skigymnastik-Termine und wöchentliche Stammtische fanden statt. Außerdem wurde ein Kinderskikurs mit 27 Kindern organisiert. In der Helfenberger Hütte gab es 1560 Nächtigungen.


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