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Von einer Zeit, in der eine junge Truppe Pionierarbeit für die Region Rohrbach leistete

Petra Hanner, 03.10.2017 11:45

ROHRBACH-BERG. Es kommt Leopold Preining beinahe vor, als wäre es gestern gewesen, als wären 35 Jahre wie im Flug vergangen, seit eine Truppe junger Leute eine absolute Pionierleistung für unsere Region gemeistert haben: ein Krankenhaus zum Laufen zu bringen.

Seit 1982 ist Leopold Preining fixer Bestandteil des Verwaltungs-Teams im LKH Rohrbach. Foto: gespag
  1 / 2   Seit 1982 ist Leopold Preining fixer Bestandteil des Verwaltungs-Teams im LKH Rohrbach. Foto: gespag

„Der 1.1.1982 war mein erster Arbeitstag in der neuen Krankenhausverwaltung im Einkauf. Spannend war es und mein erster Arbeitsplatz war ein Gartentisch“, schmunzelt das Krankenhaus-Urgestein heute noch über die aus heutiger Sicht altertümlichen Arbeitsbedingungen damals. Welch Errungenschaft es war, als die elektronischen Schreibmaschinen Einzug hielten und dann erst, als die Computer kamen!

Nicht zugetraut

Der damals 20-Jährige und seine Kollegen wollten es „denen da untenso richtig zeigen. Die vom Land Oberösterreich haben uns „jungen Buam“ nämlich nicht zugetraut, dass wir das alles schaffen. Aber das hat uns am meisten motiviert“, erzählt Preining. Für ihn als Einkäufer war es die größte Herausforderung, alles so zeitgerecht zu besorgen, dass das Krankenhaus mit September in Betrieb gehen konnte. Eine Ausschreibung mit 720 Posten, vom OP-Besteck bis zum Stethoskop, blieb dem heutigen kaufmännischen Direktor des Hauses besonders in Erinnerung. Jedes Angebot musste er mit der Rechenmaschine nachrechnen, unzählige Seiten voller Zahlen wollten überprüft und verglichen werden. Er war es auch, der Ende der 80er-Jahre eine gemeinsame Einkaufsgemeinschaft der OÖ. Landeskrankenhäuser ins Leben gerufen hat, lange noch, bevor durch die gespag die Landeskrankenhäuser unter einen Hut gestellt wurden.

Pioniergeist blieb

Leopold Preining denkt gerne an diese Pionierzeit zurück, in der er und seine Kollegen so viele Herausforderungen meisterten. Seither hat sich vieles verändert. Diesen Pioniergeist – so scheint es – hat er sich aber bis heute bewahrt. „Ich gehe jeden Tag gerne in die Arbeit, nämlich zu Fuß. Bei Wind und Wetter quer über den Stadtplatz hinaus zum Krankenhaus und am Abend wieder heim. 17 Minuten dauert das. Und ich kann auch mit Stolz behaupten, dass ich in all den Jahren mit meinen Kollegen ein so gutes Verhältnis gepflegt habe, dass ich mit jedem zumindest noch auf einen Kaffee gehen würde. Danke an alle Leute, die diesen Weg mit mir gegangen sind!“

Große Herausforderung

Schaut Leopold Preining in die Zukunft, so tut er das nicht ganz ohne Sorge. 51 Mitarbeiter der ersten Stunde tun heute noch ihren Dienst im Rohrbacher Krankenhaus – und werden aber auch in den nächsten zehn bis 15 Jahren in Pension gehen. „Ob wir alle Stellen mittelfristig nachrekrutieren können, das bereitet mir manchmal Kopfzerbrechen. Da muss sich in den nächsten Jahren viel tun und das wird meine nächste Herausforderung.“


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