52.000 Stimmen für die Spitzenschulen des Landes: BBS sicherte sich einen Platz auf dem Stockerl
ROHRBACH-BERG. Groß war die Spannung unter den angereisten Schülern und Lehrern im Ars Electronica Center Linz: Immerhin ging es darum, Oberösterreichs „Spitzenschulen“ in den Projektkategorien Bewegung, Soziales und Umgang mit Geld zu küren. Die ersten Preise gingen nach Steyr, Linz und Braunau – für die BBS Rohrbach gab es einen dritten Platz.

Das Interesse an der Aktion war einmal mehr groß: 48 Schulen aus dem ganzen Bundesland hatten sich mit ihren Projekten der Wahl gestellt, insgesamt wurden 52.059 Stimmen für diese abgegeben. Die Sieger in jeder Wertungskategorie durften sich neben der Auszeichnung als „Spitzenschule“, über eine finanzielle Anerkennung von je 1000 Euro freuen, die Plätze zwei und drei holten 500 bzw. 250 Euro für ihr Voting-Ergebnis ab.
Das B(B)este für dich
Zur Siegerehrung waren die drei Top-Gereihten jeder Wertungskategorie geladen. Auch eine Delegation der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rohrbach reiste deshalb ins Ars Electronica Center. In der Kategorie „Umgang mit Geld“ holten sich die Schüler schließlich mit 1143 Stimmen Platz 3. Bei dem Projekt beschäftigten sich die Schüler der nunmehrigen 4cHLW damit, wie sie das perfekte Produkt designen und vermarkten.
Erworbenes Wissen aus unterschiedlichen Gegenständen in die Praxis umzusetzen, waren Leitgedanke und Motivation für das einjährige Projekt, das von den Lehrkräften Karin Stadlbauer (Küche und Service) und Thomas Haselgruber (kaufmännische Fächer) begleitet wurde. Die Schülerinnen setzten sich im Rahmen des Projektunterrichts zum Ziel, Delikatessen unterschiedlichster Art selber zu erzeugen und zu vermarkten.
Nach einer Kick-off-Veranstaltung mit der Mühlviertler Direktvermarkterin Eva Haselgruber-Muchwitsch versuchten die Schülerinnen das Kaufverhalten potenzieller Kundengruppen zu identifizieren und herauszufinden, in welchen Bereichen Angebotsdefizite bzw. -potenziale bestehen. Es wurden kreative und innovative Produktideen für Öle, Sirupe, Chutneys, Gewürzmischungen gesammelt, mit denen die Kundenwünsche befriedigt werden können. Dann erstellten die Schülerinnen Prototypen der einzelnen Kreationen, unterzogen diese einem Praxischeck und letztendlich wurden die erfolgversprechendsten Produkte ausgewählt.
650 Euro für den guten Zweck
Schön verpackt und mit Etiketten in edlem Design versehen, wurden die fertigen Produkte auf regionalen Märkten zur Osterzeit angeboten und fanden vor allem als Geschenkartikel großen Anklang. Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Schülerinnen erwirtschafteten einen Reinerlös von 650 Euro, der für Straßenkinderprojekte der Organisation Jugend Eine Welt – Don Bosco gespendet wurde.


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