Nach Tips-Bericht: Naturschutzbund ruft zu mehr Sachlichkeit und Fachlichkeit auf
BEZIRK ROHRBACH. Mehr Sachlichkeit und vor allem Fachlichkeit in der Diskussion um Fischfresser fordert der Naturschutzbund nach der Versammlung des Fischereireviers Rohrbach und dem darauffolgenden Tips-Bericht.

Die Fischer berichteten bei der Versammlung über ein Fischotterproblem im Bezirk. Dazu der Naturschutzbund: „Ja, der Fischotter frisst Frösche und auch einmal eine Ringelnatter, da diese Teil seines natürlichen Beutespektrums sind. Der Fischotter ist aber mit Sicherheit nicht für deren massiven Rückgang verantwortlich.“ Pestizide, intensivere Landwirtschaft mit häufiger Mahd oder auch die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen würden ihren Teil dazu beitragen – und all das sei durch Menschen verursacht.
Jahrelange Arbeit
„Der Naturschutzbund und andere im Naturschutz aktive Gruppen oder Einzelpersonen versuchen seit Jahren, auf die Gefährdung von Amphibien und Reptilien aufmerksam zu machen und auch Maßnahmen dagegen zu setzen“, heißt es in der Gegendarstellung der Organisation. Für Teichbesitzer gebe es zudem einfache Möglichkeiten, dem Fischotter den Zugang zu verwehren und so zu verhindern, dass diese Gewässer als Futterstellen dienen.
„Moralisch verwerflich“
Ein Kopfgeld auf eine Tierart auszusetzen, wie im Fall des Kormorans im Bezirk Rohrbach, sei moralisch höchst verwerflich, kritisieren die Naturschützer. Wie ebenfalls im Tips-Bericht hervorgegangen ist, trat im Bezirk vor wenigen Jahren ein Fischsterben in der Großen Mühl, verursacht durch die Nierenkrankheit PKD. Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass davon ausgegangen wird, dass die zunehmende Verseuchung der Gewässer mit dieser Krankheit durch Fischbesatz vorangetrieben wurde.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden