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BEZIRK ROHRBACH. Trotz vieler Bemühungen, die Abwanderung einzubremsen, ist laut einer aktuellen Analyse von Statistik Austria der Bevölkerungsrückgang im Bezirk deutlich zu spüren. Schwarzenberg hat seit 2003 sogar 19 Prozent seiner Einwohner verloren und ist damit die am stärksten von Abwanderung betroffene Gemeinde in Oberösterreich.

Schöne Landschaft und gute Lebensqualität sind oft zu wenig, um die Leute zu halten. Foto: Weihbold

Wo es 2003 noch 699 Einwohner waren, sind es laut Statistik Austria zum Jahresende 2017 nur noch 566 in Schwarzenberg. Mit einem Rückgang von 19 Prozent ist Schwarzenberg Schlusslicht in Oberösterreich. Bürgermeister Michael Leitner ist überzeugt, dass sich das ändern würde, wenn sich in der Raumordnung etwas bewegt. „Es gibt viele, die bei uns bauen möchten. Neue Baugründe zu widmen, ist aber schwierig. Wir haben deshalb auch schon eine Resolution in der Bürgermeisterkonferenz verabschiedet“, wünscht er sich eine weniger strenge Raumordnung.

Nicht nur die nördlichste Gemeinde des Bezirkes hat mit Abwanderung zu kämpfen: In St. Oswald ist die Einwohnerzahl laut der aktuellen Statistik seit 2003 von 560 auf 501 (-10,05 Prozent) gesunken. Oepping verlor 127 Einwohner (-7,8 Prozent). In Atzesberg waren es 45 Einwohner (-9,2 Prozent). In ihrer Analyse hat Statistik Austria die Wanderungs- und die Geburtenbilanz ausgewertet. Das heißt: Gibt es mehr Zu- als Wegzüge in einer Gemeinde aus dem In- bzw. Ausland? Oder: Gibt es mehr oder weniger Neugeborene als Todesfälle? Zusammengefasst sind diese beiden Faktoren für das Wachstum bzw. den Bevölkerungsrückgang einer Gemeinde verantwortlich.

Hoffnung Breitband

„Wir wollen nicht in Pessimismus verfallen“, meint Leitner, „wenn es aber ein echtes Bekenntnis zum ländlichen Raum gibt, muss sich in der Raumordnung was bewegen.“ Hoffnung setzt der Schwarzenberger Bürgermeister auch in den Ausbau des Breitbandes: „Wenn man einen Teil seiner Arbeit von Zuhause aus erledigen kann, spielen Entfernungen nur mehr eine untergeordnete Rolle.“


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