Bedarf an Pflegeeltern ist immer da, obwohl der Bezirk Rohrbach an der Spitze liegt
BEZIRK ROHRBACH. Insgesamt 30 Pflegefamilien haben es sich im Bezirk zur beruflichen Aufgabe gemacht, sich um jene Kinder zu kümmern, die Zuhause nicht mehr leben können. Rohrbach liegt damit an der Spitze – und trotzdem wünscht man sich mehr.

„In den meisten Fällen ist es für die Kinder besser, in Pflegefamilien untergebracht zu werden als in den Heimen. Die Struktur ist eine ganz andere und auch die Heimkosten sind teurer“, erklärt Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner.
Im Bezirk Rohrbach gibt es 43 Pflegekinder, die in 30 Pflegefamilien wohnen. Diese Zahl ändert sich jedoch ständig. Wobei die Pflegekinder auch von außerhalb der Landesgrenzen kommen. „Wir wünschen uns natürlich immer mehr Pflegeeltern. Der Bedarf steigt und wir als Behörde sind sehr froh, wenn sich welche melden“, betont Mitterlehner.
Wenig Verdienst
„Reich wird man nicht, der Verdienst liegt gerade einmal über der Geringfügigkeitsgrenze“, gibt Mitterlehner zu. 75 Prozent der Pflegeeltern sind über den sogenannten „Plan b“ versichert, dem Verein für Pflege- und Adoptiveltern in OÖ.
Dieses Modell trägt aufgrund der geringen Bemessungsgrundlage und der ausgedehnten Durchrechnungszeiträume nicht zu einer gesicherten Alterspension bei. Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer fordert daher: „Pflegeeltern sollen sozialversicherungsrechtlich besser abgesichert werden. Sie erbringen Tag für Tag eine gesellschafts- und sozialpolitisch wichtige Aufgabe und die von ihnen erbrachten Leistungen sind für die Kinder und Jugendlichen von enormer Bedeutung.“ Auch die Bezirkshauptfrau bestätigt diese Aussage: „Alles, was den Pflegeeltern zugute kommt, ist eine wichtige Sache.“


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