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Rohrbacher Radiologen wollen künftig 4.500 MRT-Untersuchungen im Jahr meistern

Martina Gahleitner, 28.02.2019 12:05

ROHRBACH-BERG. Mit 40 Anmeldungen gleich am ersten Tag hat der Magnetresonanz-Tomograph (MRT) am Rohrbacher Krankenhaus einen beachtlichen Start hingelegt. „Das zeigt, wie notwendig dieses Gerät war“, sagt Julia Constanze Röper-Kelmayr, die als neue Leiterin des erweiterten Radiologie-Instituts neue Maßstäbe setzen will.

Seit Anfang Februar ist der MRT am Rohrbacher Krankenhaus in Betrieb und gut ausgelastet (v.l.): die beiden Radiologietechnologen Johanna Rosenthaler und Stefan Lanzerstorfer, Primaria Julia Constanze Röper-Kelmayr, Ärztlicher Direktor Primar Peter Stumpner. Foto: gespag

Verletzungen des Bewegungsapparates, etwa an Knie, Wirbelsäule oder Schulter, haben derzeit Hochsaison. Aber auch bei Schlaganfällen oder in der Gefäßchirurgie liefert das MRT-Gerät die optimale Grundlage für Diagnosen, weiß Röper-Kelmayr, die seit Anfang Februar an der Spitze des 18-köpfigen Radiologie-Teams steht. „Ohne Strahlenbelastung werden mit diesem faszinierenden Verfahren Schnittbilder des Körpers mit höchster Detailgenauigkeit geliefert“, beschreibt die Radiologin, die aber die Bedeutung der anderen bildgebenden Verfahren nicht schmälern möchte: „Nur eine sinnvolle Mischung aller Methoden führt rasch und sicher zu den gewünschten Ergebnissen“, betont die Primaria.

Wertvolle Ergänzung in der Diagnostik

Für sie ist es besonders interessant, dass das Radiologie-Institut am Rohrbacher Spital nun über ein umfassendes diagnostisches Spektrum verfügt. Beim MRT werden pro Jahr 4.500 Untersuchungen angestrebt. „Der Bereich ist sehr großzügig gestaltet, damit wir die Patienten gut auf die Untersuchung vorbereiten und aufklären können“, freut sich Röper-Kelmayr.

Wohnortnahe Versorgung

„4.500 Untersuchungen sind ein ambitioniertes Ziel für einen Neustart. Aber wir schließen eine wichtige Versorgungslücke“, sagt dazu gespag-Geschäftsführer Harald Schöffl. „In allen Bereichen nah am Menschen zu sein, ist unser strategisches Ziel und gerade in der Radiologie, wo rasche Diagnosen wichtig sind, ist eine wohnortnahe Versorgung sehr wichtig.“

Primar Peter Stumpner, ärztlicher Direktor am LKH Rohrbach, ergänzt: „Die Patienten kommen stationär aus dem eigenen Haus und der Ambulanz und werden auch von niedergelassenen Ärzten überwiesen.“ Dieses Modell der Zusammenarbeit und Nutzung ist einzigartig in Oberösterreich.

Fachärztin ergänzt Team

Eine neue Fachärztin mit MR-Erfahrung wird demnächst das Radiologie-Team ergänzen. Außerdem ist der pensionierte Primar Martin Oertl weiterhin als Facharzt für Radiologie im Krankenhaus tätig. „Wir brauchen gerade abseits der Ballungsräume nicht nur medizinische Spitzenversorgung, sondern auch Menschen, die anpacken, zuhören und greifbar sind“, ist Primar Stumpner mit der Neubesetzung und der guten Ausstattung der gesamten Radiologie zufrieden.


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