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BEZIRK ROHRBACH. Mehr Pumpkraft, mehr Lebensqualität, weniger Spitalsaufenthalte: Eine erste Auswertung eines Pilotprojekts zeigt, dass auch Patienten mit Herzschwäche eine hohe Lebensqualität erreichen können.

v.l.: OÖGKK-Obmann Albert Maringer, LH-Stv. Christine Haberlander, Erwin Rebhandl, Christian Ebner Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Rohrbach ist einer von vier Bezirken, in denen seit 2017 das Projekt „Integrierte Versorgung für Menschen mit Herzinsuffizienz“ läuft. Dessen Ziel ist es, durch Vernetzung von Experten und eine strukturierte Betreuung der Patienten über alle Versorgungs-Ebenen hinweg eine engmaschige Begleitung zu erreichen. Jeder Patient erhält ein Herzinsuffizienz-Tagebuch, das alle Therapie und Gesundheitsziele dokumentiert. So greifen alle Maßnahmen lückenlos und überschneidungsfrei ineinander.

Positive Auswirkungen

Insgesamt 200 Patienten nehmen an dem von OÖGKK und Land OÖ finanzierten Projekt teil. Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor: Bei fast zwei Drittel der Patienten konnte die Pumpkraft ihres Herzens wieder verbessert werden. Ebenfalls zwei Drittel freuen sich über eine höhere Lebensqualität, sie vermerkten in Fragebögen weniger Beschwerden, mehr Sicherheit im Umgang mit Symptomen und eine höhere Akzeptanz ihrer Krankheit. Zugleich kam es zu ersten Rückgängen der Spitalstage und Spitalsaufenthalte.  Detaillierte Ergebnisse wird 2020 die Gesamt-Evaluation des Programmes liefern. Werden die positiven Trends bestätigt, soll das Programm auf ganz Oberösterreich ausgerollt werden.

Kooperation zahlt sich aus

Erwin Rebhandl, Allgemeinmediziner im Gesundheitszentrum Haslach, ist vom Konzept  überzeugt. „Hausärzte haben eine Schlüsselposition bei der Betreuung chronisch Kranker. Durch eine strukturierte Betreuung gelingt es in Kooperation mit Spezialisten den Patienten Spitalsaufenthalte zu ersparen und ihre Lebensqualität zu steigern“, sagt Rebhandl. Oberarzt Christian Ebner, Kardiologe im Ordensklinikum Linz Elisabethinen, ergänzt: „Die chronische Herzinsuffizienz führt, vor allem bei Risikopatienten zu gehäuften stationären Aufnahmen. Eine optimierte Patientenbetreuung durch intensive Kooperation von Herzinsuffizienz-Spezialisten in den Krankenhäusern mit Praktikern, niedergelassenen Internisten, Pflegefachkräften und anderen medizinassoziierten Berufsgruppen kann zu einer Reduktion von Herzinsuffizienz induzierten Hospitalisierungen wesentlich beitragen.“

Für OÖGKK-Obmann Albert Maringer und Gesundheitslandesrätin LH-Stv. Christine Haberlander ist das Projekt ein gelungenes Beispiel, wie Kooperation funktionieren kann. Solche integrierten Versorgungsmodelle sollen weiter ausgebaut werden.


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