25 Jahre Notarzt-Dienst im Bezirk Rohrbach sind eine Erfolgs-Geschichte
BEZIRK ROHRBACH. Bewusstlose Person am Friedhof von St. Martin – dieser Einsatz rief am Allerheiligentag vor gut 25 Jahren das allererste Mal den in Rohrbach frisch installierten Notarztwagen zu einem Unfallort. Seither ist das Notarztsystem aus dem Rettungswesen des Bezirkes nicht mehr wegzudenken.

Eins vorweg: Der Einsatz ging gut aus, der Notarzt wurde bereits bei der Anfahrt schon wieder storniert, weil der Hausarzt sich um die Person kümmerte. Trotzdem: „Der erste Liter Adrenalin war verbraucht!“, schmunzelt heute noch Notfallsanitäter Reinhold Stelzer über die damalige Aufregung des gesamten Teams, das aus insgesamt acht Notfallsanitätern und sieben Ärzten bestand.
Primar Wilhelm Winkler war damals federführend beim Aufbau im Bezirk: „Ich bin frisch als Unfallchirurg ins Rohrbacher Krankenhaus gekommen und hatte als einziger etwas Erfahrung im Dienst am Rettungshubschrauber. Sofort bekam ich von Primar Schmid den Auftrag, einen Notarzt-Dienst zu installieren und die Leitung zu übernehmen. Mit den sieben Ärzten war es auch nicht einfach, den ärztlichen Dienst aufrecht zu halten“, erinnert er sich zurück. In 25 Jahren waren inzwischen 103 Medzinier in diesem Dienst tätig, aktuell sind es 19.
Einsatzgebiet hat sich stark verändert
Die Zahl der Einsätze hat sich bedeutend gesteigert: Waren es im ganzen November 1993 – dem ersten Monat nach Einführen des Systems – nur 14 Einsätze, so sind es heute oft sieben, acht Ausfahrten am Tag. Im Vorjahr waren es insgesamt mehr als 1.300. Dabei hat sich auch das Einsatzgebiet des Notarztes stark verändert: „Zu Beginn sind wir nur zu wirklich schweren Unfällen und Notfällen gerufen worden. Heute gehören auch Transporte und weniger dramatische Einsätze, zum Beispiel wegen Erkrankungen, zum Alltag“, so Winkler.
Modernste Ausstattung gehört heute zum Standard jedes Notarzt-Teams: „Heute arbeiten wir mit Tablets und Geräten, die im Bedarfsfall die Patientenwerte direkt an Spezialisten übermitteln können. Kein einziger Zettel wird heute mehr ausgedruckt“, erklärt Notfallsanitäter Reinhold Stelzer und resümiert über 25 Jahre Notarzt-Dienst: Es war eine sehr spannende Zeit und ich bin mir sicher, es bleibt auch in Zukunft so.“


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