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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Klimawandel und Umweltthemen zogen sich wie ein roter Faden durch die Bio Austria-Bauerntage in Puchberg.

Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb bei den Biobauern-Tagen Foto: BIO AUSTRIA/Liebentritt
Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb bei den Biobauern-Tagen Foto: BIO AUSTRIA/Liebentritt

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen nehmen die Bioflächen in Österreich stetig zu. Gerade im Mühlviertel und vor allem im Bezirk Rohrbach hat der Biolandbau eine lange Tradition. Viele bedeutende Biobetriebe haben hier ihren Sitz. Sie sind wesentlich an der Entwicklung der biologischen Landwirtschaft beteiligt. Aktuell gibt es im Bezirk über 600 Biolandwirtschaften und etwa 30 Gewerbebetriebe mit Biozertifizierung. Das sind Verarbeiter wie etwa Bäcker, Metzger oder auch Gastronomen. Mit der Landesgartenschau hat Bio in der Region noch einmal einen richtigen Schub erhalten.

Austausch bei den Biobauerntagen

Weiterbildung und Austausch untereinander ist den Biobauern wichtig, der unter anderem bei den jährlichen Biobauerntagen des Bioverbands Bio Austria passiert. Dieses Jahr wurde der Fokus auf den Klimawandel und auf Lösungsansätze für die Klimakrise gelegt. „Die Landwirtschaft als Branche insgesamt und wir als Bäuerinnen und Bauern haben ein großes Potenzial, zur Lösung der Klimakrise beizutragen“, betonte Obfrau Gertraud Grabmann.

Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb sprach die wesentlichen Fakten und Hintergründe zur globalen Klimaerwärmung und den daraus resultierenden Konsequenzen an: „Wir als Gesellschaft stehen jetzt vor der Entscheidung, ob wir den Anstieg bei 1,5 Grad begrenzen und damit die Situation noch stabilisieren wollen, oder ob wir in eine Phase der ständigen, unkontrollierbaren Erderwärmung eintreten.“

Herausforderungen nehmen zu

Die Landwirtschaft in eher ungünstigen Lagen, wie im oberen Mühlviertel vorherrschend, würde vermehrt mit Herausforderungen zu kämpfen haben. Mit der Borkenkäferplage, dem übermäßigen Auftreten von Engerlingen und den langen Trockenperioden haben wir in den Vorjahren schon einen kräftigen Eindruck von den zukünftigen Problemen erhalten. „In Summe wird die Landwirtschaft in Österreich Verlierer des Klimawandels sein“, resümierte Kromp-Kolb. Sie wies auch auf die zentrale Rolle von Böden – vor allem Dauergrünland – als CO2-Speicher hin.

Verfasserin: Waltraud Müller


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