Alle Angebote seit einem Jahr unter einem Dach: pro mente OÖ öffnet Türen - ABGESAGT
ROHRBACH-BERG. Viele kleine, bunte Holzblumen liegen zum Trocknen im Kreativraum bereit, während Markus damit beschäftigt ist, schon die nächsten zu bemalen. Die Blumen werden als Gastgeschenk beim Tag der offenen Tür verteilt, bei dem sich jeder selbst ein Bild vom neuen pro mente OÖ-Standort in der Berggasse machen und die Klienten kennenlernen kann.

Seit knapp einem Jahr sind alle pro mente OÖ-Angebote für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen unter einem Dach im neuen Gebäude in der Berggasse zu finden. Manchmal reden die Klienten noch vom alten Standort, aber eigentlich haben sich alle gut eingelebt, berichtet Standortleiterin Doris Schwarz.
Stricken, Basteln, Kochen
In den hellen, freundlichen, barrierefreien Räumen der Fähigkeitsorientierten Aktivität können die Klienten in der Wäscherei, der Strickerei, in der Küche oder im Kreativbereich mitarbeiten. Für den gelernten Maler Markus ist gerade letzterer Bereich genau richtig. „Wir haben viel zu tun und es ist voll cool“, sagt er. Da werden etwa Taschen und Geschenkpapier bedruckt, Karten gestaltet oder Schlüsselanhänger gemacht. Er mag aber auch die andere Tätigkeiten, wie etwa die Reinigung im Clubraum oder die Grünarbeiten am Friedhof. „Es ist eine super Abwechslung und jeder kann hier seine Stärken und Schwächen entdecken und trainieren“, sagt Markus.
Integrativer Gedanke zählt
Auch den insgesamt sechs Betreuern in der Tagestruktur ist es ein Anliegen, den Menschen, die aufgrund psychosozialer Beeinträchtigungen keinen Arbeitsplatz haben oder in Frühpension sind, eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten. „Bei allem zählt der integrative Gedanke“, betont Doris Schwarz und nennt neben den 13 Werkstatt-Plätzen auch die zwei Plätze für integrative Beschäftigung. Für diese gibt es bereits einige Kooperationen mit Unternehmen der Region.
Clubraum steht für alle offen
Integration zählt auch im Freizeitclub, wo man in gemütlicher Atmosphäre beisammensitzen, Zeitung lesen, im Internet surfen oder auch Mittag essen kann. Der Clubraum ist immer ab 10 Uhr geöffnet, zusätzlich herrscht hier jeden Dienstagnachmittag Kaffeehaus-Betrieb, jeden Donnerstag wird gespielt oder gemeinsam Filme geschaut. „Für Menschen mit psychischer Erkrankung ist es oft eine Überwindung, irgendwohin zu gehen. In unserem Clubraum sind sie unter sich und finden einen geschützten Raum vor“, weiß die Standortleiterin. Sie würde sich freuen, wenn viel mehr dieses Angebot nutzen würden, auch Menschen ohne Beeinträchtigung sind im Freizeitclub im Sinne der Integration gern gesehen.
Angebote kennenlernen
Der Tag der offenen Tür am 11. März bietet ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Einrichtung näher kennenzulernen und sich ein Bild von den vielfältigen Angeboten zu machen. Neben der Tagesstruktur, dem Freizeitclub und der psychosozialen Beratungsstelle, die jeder kostenlos nutzen kann, sind außerdem die Point-Alkohol- und Suchtberatung, die Büros der mobilen Hilfe und des teilbetreuten Wohnens sowie die stand up-Beratungseinrichtung zur beruflichen Rehabilitation im selben Haus zu finden.


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