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ROHRBACH. Am 15. April 1791 wurden am Rosenhügel die ersten 84 Klafter Brennholz ins Wasser gelassen, acht Tage später kamen sie in Wien an. Damit begann die goldene Zeit des Schwarzenbergischen Schwemmkanals, die 100 Jahre andauern sollte. Eine Ausstellung in der Rohrbacher Bezirkshauptmannschaft erinnert derzeit an dieses (s)achte Weltwunder.

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Als Weltwunder wurde der Schwemmkanal deshalb bezeichnet, weil dieser nach den Plänen des Forsttechnikers Josef Rosenauer die europäische Hauptwasserscheide überwindet. Der Schwemmkanal verband die Moldauzuflüsse mit den Zuflüssen der Donau – so konnte wertvolles Brennholz aus dem Böhmerwald bis nach Wien transportiert werden. Eine kräfteraubende Arbeit, wie Felix Grubich, Obmann des Heimatvereins, bei der Eröffnung der Ausstellung erzählte: „Da gab es keine Harvester: Mit Axt und Handsäge wurden die Bäume gefällt, entastet, zerkleinert und dann mit Schlitten zum Schwemmkanal gebracht.“ Beim Schwemmen selbst arbeiteten bis zu 260 Wächter und Treiber, 650 Holzeinwerfer sowie 320 Vorarbeiter, Ausstecher, Leger und Trifter. “Damals war der Schwemmkanal die Lebensgrundlage für die Menschen, heute hat er für die Region hohen kulturellen und touristischen Stellenwert und ist ein Beispiel für das gute, grenzüberschreitende Miteinander“, freut sich Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner über die Ausstellung in ihren Amtsräumen, die viele historische Fotos vom Schwemmkanal sowie Aquarelle von Christian Lafay zeigt.   Lebendige Geschichte   Jeden Sommer erwacht der Schwemmkanal übrigens zu neuem Leben: Die Schauschwemmen werden grenzüberschreitend von Tschechien und Österreich organisiert und zeigen die Arbeiten am Kanal ebenso, wie Folkore- und Volksmusikaufführungen. Die Termine in dieser Saison: 7. Juni (Sonnenwald/Ulrichsberg); 29. Juli (Schrollenbach, Oberhaag/Aigen-Schlägl); 19. September (Iglbach, Oberhaag/Aigen-Schlägl).   Die Ausstellung ist bis 17. April in der Bezirkshauptmannschaft zu sehen. Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag von 7-17 Uhr; Mittwoch und Freitag von 7-12 Uhr. Zur Ausstellung liegt eine Publikation auf, die auch bei Felix Grubich (Tel. 07287/7259) oder in der Buchhandlung Frick in Rohrbach erhältlich ist.

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