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ROHRBACH-BERG. Jene Menschen, die tagtäglich ihre Angehörigen pflegen und betreuen, stehen mit dieser Aufgabe nicht alleine da: Seit zehn Jahren bietet die Caritas-Servicestelle mit verschiedensten Angeboten Unterstützung und Begleitung. Vor ein paar Tagen wurde Jubiläum gefeiert.

  1 / 2   Die Peilsteiner Stubenmusi begleitete die Jubiläumsfeier musikalisch, Carmen Wurm las aus ihrem Gedichtband. Foto: Caritas

Es hat sich viel verändert, seit die Servicestelle gegründet wurde - die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen ebenso, wie die Angebote. Irmi Grininger hat vor zehn Jahren den Standort in Rohrbach aufgebaut. Damals ging es darum, die Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangebote weiter zu verbessern und auszubauen.

Austausch ist am wichtigsten

Gestartet wurde mit Vorträgen, bei denen sich Betroffene auch austauschen konnten. „Es stellte sich schnell heraus, dass gerade dieser Austausch wichtig war. Deshalb wurden Treffpunkte für pflegende Angehörige gegründet, die P.A.U.L.A-Kursreihe geschaffen und das Beratungsangebot verstärkt“, berichtet Ute-Maria Winkler, die seit August 2016 die Servicestelle leitet.

Lernen, sich abzugrenzen

Sie bietet auch psychosoziale Beratung für pflegende Angehörige an, damit „diese Luft ablassen können. Man muss auch mal sagen können, dass es einem zuviel wird“, sagt Winkler. Sie zeigt den pflegenden Angehörigen Entlastungsmöglichkeiten auf und wie sie sich abgrenzen können. „Die Servicestelle reagiert auf Bedürfnisse und schafft Angebote, die für alle leicht zugänglich und möglichst unentgeltlich sind.“ Der Bedarf wird sicher nicht weniger, spricht Ute-Maria Winkler die Mehrfachbelastung durch die Berufstätigkeit oder den Wegfall des Pflegeregresses an. Sie will Angehörige ermutigen, sich Hilfe zu holen, bevor sie selbst die Belastungsgrenze erreichen und gar nichts mehr geht.

 

Kontakt:

Ute-Maria Winkler. Tel. 0676/8776 2443

www.pflegende-angehoerige.or.at


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