Neun Monate, die Sinn machen: Rotes Kreuz sucht Zivildiener
ROHRBACH-BERG. Der demografische Wandel hinterlässt auch beim Roten Kreuz Spuren: Weil die Zahl junger Menschen sukzessive zurückgeht, wird es vor allem in den Monaten April und Juni immer schwieriger, offene Zivildienststellen zu besetzen.

Zivildiener leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. „Sie sind ein wichtiges Bindeglied in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe“, betont Alois Pfleger, Zivildienstverantwortlicher an der Bezirksstelle Rohrbach. “Dank ihnen sind wir an 365 Tagen pro Jahr überall sofort zur Stelle. Zivildiener stärken die Qualität unseres Rettungssystems, welches den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.“ Er ist überzeugt: Wenn Zivildiener fehlen, würde das österreichische Sozialsystem massiv teurer.
Lernen fürs Leben
Jedes Jahr entscheiden sich rund 670 junge Menschen, diesen Dienst an der Gemeinschaft im OÖ. Roten Kreuz zu absolvieren. Die jungen Männer sind hauptsächlich im Rettungsdienst im Einsatz. Dabei stärken sie ihre Teamfähigkeit, übernehmen Verantwortung und erlernen einen vollwertigen Beruf. Denn nach einer zwei Monate dauernden Ausbildung gelten sie als vollwertige Rettungssanitäter. “Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch im späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst“, weiß Alois Pfleger.
Bewährtes Modell seit 43 Jahren
Seit Februar 1975 bildet das Rote Kreuz in Oberösterreich Zivildiener aus. Rund 80 Prozent von ihnen bleiben der landesweit größten humanitären Hilfsorganisation danach als freiwillige Mitarbeiter weiter treu. Diese Verbundenheit zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der jungen Männer ihren Zivildienst als positiv, sinnstiftend und bereichernd erlebt.


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