Neues vom Luchs im Böhmerwald
BEZIRK ROHRBACH. Eine Fachtagung des Naturschutzbundes Österreich widmet sich am 11. und 12. Oktober im Linzer Schlossmuseum ganz dem Luchs. Thomas Engleder aus Haslach vom Luchsprojekt Österreich Nordwest wird dort über den Luchs in Oberösterreich und Verbindungen zu den Nachbarn berichten und gibt den Tips-Lesern jetzt schon Einblicke.

Vor allem an der Grenze zu Böhmen haben sich die Luchse im Bezirk Rohrbach angesiedelt. „Zeitweise stoßen einzelne Luchse weiter nach Süden vor, das sind dann vor allem junge Männchen auf Wanderschaft. Diese bleiben aber meist nicht lange an einem Ort und legen oft große Strecken zurück“, erklärt Engleder, der im Luchsmonitoring eng mit bayrischen und böhmischen Kollegen zusammenarbeitet.
Für Nachwuchs gesorgt
Sie legen dabei großen Wert auf den Nachweis von Luchsinnen. „Wir wissen derzeit im Bezirk Rohrbach von zwei Weibchen. Jenes mit dem Namen Medvedice hat einen Großteil seines Gebietes auf österreichischer Seite und lebt zwischen Aigen, Schwarzenberg und Nova Pec“, so Engleder. Medvedice sorgte bereits dreimal für Nachkommen, insgesamt vier an der Zahl.
Leben sie noch?
Die zweite Luchsin streift den Bezirk nur, denn sie lebt zwischen Aigen und Predni Vyton. „Viola kennen wir seit 2017 und sie hat voriges Jahr erstmals ein Junges groß gezogen. Ob beide Luchsinnen noch am Leben sind und auch heuer wieder Junge haben, wissen wir noch nicht. Das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen, wenn wir die Fotofallenbilder auswerten“, ist Engleder selbst schon gespannt.
Natürlich sind auch Luchsmännchen im Bezirk unterwegs, vor allem zwei mit Namen Bartho und Garfild.
Große Population
Die gemeinsame böhmisch-bayerisch-österreichische Luchspopulation reicht bereits von der Oberpfalz bis ins Waldviertel und ist schon auf eine stattliche Zahl angewachsen: 2017 konnten in dem Gebiet 108 selbstständige Tiere nachgewiesen werden, davon 20 in Österreich.


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