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Von den Franzn, Hansn und Seppn im Bezirk Rohrbach: Texte für Buch gesucht

Petra Hanner, 26.05.2020 11:07

BEZIRK ROHRBACH. Noch einmal ruft der Bezirks-Heimatverein kreative Schreiber aus der Region dazu auf, lustige Geschichten für das geplante Buch „Da Franz, da Hans und da Sepp“ einzusenden.

Illustration: Thomas Paster
Illustration: Thomas Paster

Von einem Kollerschlager Original wird dort zu lesen sein: Der Kasparn Sepp (1899-1971) war einer der ersten Transportunternehmer des Bezirkes, nach den Kriegen in der Schwärzerei umtriebig, und schließlich Maschinen- und Gerätehändler, ein geselliger Mensch, dem der Schalk stets im Nacken saß.

Einmal brachte er eine Fuhre Kollerschlager mit girlandengeschmücktem Lastwagen zur Primiz des Egermüllnersohnes nach Peilstein. Eine Woche später war Firmung in Oberkappel, zu der er sich samt Firmlingen und Göden mit dem noch immer geschmückten LKW von seinem Lenker, dem Peinbauern Hansl, chauffieren ließ (er selbst hatte keinen Führerschein). Als sie in Oberkappel einfuhren, knieten die Wartenden nieder in der Annahme, der Bischof komme. Der Kasparn Sepp ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und fuhr segnend durch den Ort.

Die Sau mit den zwei Schweifen

Im 2. Weltkrieg wurde der Kasparn Sepp als Fleischbeschauer eingesetzt. „Schwarzschlachtungen“ waren streng verboten und er musste dies bei den Bauern überwachen. Er verstand es, sich bei diesen nicht unbeliebt zu machen, sodass für ihn so manches Stückl Fleisch abfiel. Eines Tages schlachtete der Mathias im Oberort zwei Schweine, meldete jedoch nur eines zur Kontrolle an und hängte folglich nur zwei Schweinehälften für die Begutachtung durch den Fleischbeschauer in den Hof. Als der Kasparn Sepp auftauchte, entlockte diesem der Anblick ein breites Lächeln, denn jede der Hälften hatte einen „Sauschwoaf“ dran, da musste also ein zweites Tier im Spiel gewesen sein. Mit einem großen Stückl Fleisch für das Kontrollorgan konnte das Problem aus der Welt geschafft werden. Eine Anzeige hätte eine drastische Strafe nach sich gezogen.

Senden auch Sie Geschichten an: Franz Saxinger, Leitenweg 6, 4154 Kollerschlag (f.saxinger@eduhi.at, 0676/5287025).

Alle Textsorten (Anekdoten, Gedichte, auch mit Zeichnung,...) in Mundart oder Hochsprache sind willkommen. Die besten Texte werden in einem Buch erscheinen.


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