Pflegende Angehörige tauschen ihre Corona-Erfahrungen aus
ROHRBACH-BERG. Nachdem die letzten Wochen gerade für pflegende Angehörige besonders herausfordernd waren, laden die Rohrbacher Caritas-Servicestelle und das Proges Gesundheitsbüro Haslach zum Erfahrungsaustausch ein.

Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus brachten pflegende Angehörige zunehmend an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, weiß Ute Maria Winkler, Caritas Servicestellenleiterin für betreuende Angehörige in Rohrbach-Berg: „Die Tagesbetreuungen waren geschlossen und die mobile Pflege war auf ein Minimum reduziert. Auch die Nachbarin, die sonst einmal in der Woche zu Besuch war, fiel weg.“ Oft fehlten zudem die eigenen sozialen Kontakte oder persönlichen Auszeiten, die den pflegenden Angehörigen sonst als Kraftquelle dienen.
Psychische Belastung
Dazu kamen Ängste, selbst infiziert zu werden und dann die älteren Familienmitglieder anzustecken. „Auch die Ungewissheit, wer die Pflege übernehmen würde, wenn pflegende Angehörige durch Krankheit ausfallen, stellte eine große psychische Belastung dar“, ergänzt Winkler.
Neue Wege
Diese neuen Erfahrungen können aber auch Ausgangspunkt für neue Entwicklungen sein, wozu allerdings ein Austausch wichtig ist: Am 1. Juli findet ein Treffen pflegender Angehöriger statt, bei dem diese über ihre Corona-Erfahrungen und Erkenntnisse reden können. Eine Anmeldung ist erforderlich.


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