Rohrbacher Biomilchbauern treten bayrischer Genossenschaft bei
BEZIRK ROHRBACH. Einen wichtigen Schritt zur Vermarktung der Biomilch haben 38 heimische Milchbauern gesetzt: Sie sind der bayrischen Genossenschaft Domspitzmilch beigetreten.

Schon seit April 2014 verkaufen 22 Mühlviertler Betriebe ihre Biomilch an die Domspitzmilch/Bayernland e.G. mit Sitz in Nürnberg. Nachdem der Bio-Absatz kontinuierlich steigt, hat die Molkerei ihr Sammelgebiet über die Staatsgrenze ausgedehnt, mittlerweile haben sich 16 weitere Biobetriebe der Gruppe angeschlossen. Jährlich verarbeitet die bayrische Genossenschaft 51 Millionen Kilo Biomilch an mehreren Standorten zu Mozzarella, Frischkäse, Butter und anderen Käsesorten. „8,5 Millionen Kilo davon werden im Bezirk Rohrbach erfasst“, informiert Gruppen-Sprecher Martin Sageder aus Pfarrkirchen. „Derzeit entwickelt sich die Milch der heimischen Biobauern zu einem sehr begehrten Rohstoff – auch auf internationalen Märkten“, ergänzt er.
Interessen einbringen
Um die erfolgreiche Zusammenarbeit für die Zukunft zu sichern und zu stärken, sind die 38 Biobetriebe gestern auch der Genossenschaft Domspitzmilch beigetreten. „Wir können jetzt unsere Interessen direkt in die Genossenschaft einbringen“, begründet Sageder diesen Schritt. Er und Hans Kehrer wurden zu Vertretern der Mühlviertler Bio-Liefergemeinschaft gewählt.
Jeder vierte Landwirt im Bezirk Rohrbach arbeitet nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft. Die ökologische Leistung wurde den Bauern in der Vergangenheit nicht immer finanziell abgegolten. Generell sind die Preise im Milchbereich in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, 31 Cent pro Liter bekommt derzeit der konventionelle Milchbauer, der Bio-Milchpreis liegt bei rund 50 Cent.


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