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Arbeiterkammer erkämpfte 1,5 Millionen Euro für ihre Mitglieder - Druck auf ältere Arbeitnehmer ist massiv

Leserartikel Christian Hartl, 27.02.2016 14:31

BEZIRK ROHRBACH. Vor allem Arbeitnehmer über 50 Jahren bereiten Manfred Riepl und dem Team der Arbeiterkammer (AK) Kopfzerbrechen. Grund dafür sind der gestiegene psychische Druck und die massiv zugenommene Angst um den eigenen Arbeitsplatz.

Manfred Riepl (l.) und Franz Molterer informierten über die Lage im Bezirk Rohrbach. (c) AK OÖ
Manfred Riepl (l.) und Franz Molterer informierten über die Lage im Bezirk Rohrbach. (c) AK OÖ

Obwohl die Arbeitslosigkeit landesweit nirgens so niedrig ist wie im Bezirk Rohrbach (3,7 Prozent) ist die Angst vor dem Jobverlust mehr als nur angespannt. „Immer wieder kommen ältere Arbeitnehmer auf uns zu“, bilanziert AK-Bezirksstellenleiter Manfred Riepl. Viele spüren, dass sie in ihrem Dienstverhältnissen ungerecht entlohnt werden oder gegen geltendes Arbeitsrecht verstoßen wird. „Dagegen intervenieren wollen aber die wenigsten - aus Angst um den Job lassen sich die Arbeitnehmer mehr gefallen“, fährt Riepl fort. Denn: Die möglichen Folgen sind in diesem Alter fatal. „Für viele Chefs sind ältere Arbeitnehmer unattraktiv und es folgt ein unwürdiger Weg zwischen Arbeitslosigkeit, Mindestsicherung und Krankenständen bis hin zur Pensionierung“, kennt Franz Molterer, der Stellvertretende Direktor der AK, die Biografien dahinter. Zahlen untermauern die Angst vor dem Jobverlust: Wegen der zunehmenden Unzufriedenheit der Arbeitnehmer liegt der Arbeitsklima-Index auf einen historischen Tiefstand. Nur mehr 57 Prozent der Österreicher glauben an eine positive wirtschaftliche Zukunft.

Telefonische Beratung

Trotzdem hat im Vorjahr die AK Rohrbach fast 1,5 Millionen Euro für ihre Mitglieder erkämpft. 4485 AK-Mitglieder wandten sich mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen im Vorjahr an die Arbeiterkammer. Der Großteil telefonisch.


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