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BEZIRK ROHRBACH. Wenn mit dem Einkommen kein Auskommen ist: Ein Drittel aller Frauen verdient trotz Vollzeit-Beschäftigung weniger als 1700 Euro brutto im Monat.

Eine Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Mindestgehälter ist aktuelles Ziel der Gewerkschaften. Foto: Wodicka

Mit 33,7 Prozent Frauen mit Niedrigeinkommen wird im Bezirk Rohrbach der Landesschnitt von 26,9 Prozent deutlich überschritten. Bei den Rohrbacher Männern verdient ein Zehntel weniger als 1700 Euro. In konkreten Zahlen heißt das: 1340 Frauen und 1120 Männer aus dem Bezirk wurden im Jahr 2014 unter dem gewerkschaftlichen Mindestlohnziel entlohnt – das sind 16,1 Prozent der Vollzeitbeschäftigten. Für die Arbeiterkammer ein klarer Auftrag zum Handeln: „Kollektivvertragliche 1700 Euro brutto in allen Branchen kann sich Österreich leisten“, ist Präsident Johann Kalliauer überzeugt. Ein höherer Mindestlohn fördere zudem den Konsum und belebe somit die Wirtschaft.

Kalliauer ergänzt: „Für eine nachhaltige Anhebung ist aber ein ganzes Maßnahmenbündel notwendig“. Gefordert wird unter anderem der gleiche Lohn für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit von Frauen und Männern; die korrekte Einstufung laut Kollektivvertrag; korrekte Bezahlung der Über- und Mehrarbeitsstunden; und verstärkte Kontrollen des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes.


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