Grüne starten Rettungsaktion für Freibäder
BEZIRK ROHRBACH. Wenn mit der Bäderstudie des Landes tatsächlich ernst gemacht wird, sind rechnerisch 80 Prozent der Rohrbacher Freibäder in Gefahr (Tips berichtete). Die Grünen wollen diese Schließungswelle nicht kampflos hinnehmen und starten eine Rettungsaktion für Freibäder.

Im Bezirk Rohrbach mit seinen knapp 57.000 Einwohnern gibt es insgesamt 24 Freibadeanlagen - 16 klassische Freibäder, fünf Strandbäder an Rohrbachs Badeseen und drei Naturbadeanlagen. Die Bäderstudie sieht allerdings nur mehr ein Freibad pro 15.000 Menschen vor - somit würden gerade mal vier Freibäder erhalten bleiben. „Für den Bezirk Rohrbach hätte die oö. Bäderstudie damit wohl die dramatischsten Auswirkungen in Oberösterreich“, zeigt Severin Mayr, Sportsprecher der Grünen, auf.
Erhalten statt schließen
„Fest steht, solange sich die Gemeinden nicht selbst über Schließungen konkreter Standorte einig werden, wird keine Gemeinde vom Land OÖ mehr Förderungen für Sanierungen erhalten. Und erschwerte Förderbedingungen werden dazu führen, dass Bäder nicht mehr saniert, sondern geschlossen werden“, rechnet Mayr vor. Die Grünen verlangen daher ein Programm zur Sanierung und Erhaltung von öffentlichen Bädern, eine intensive Prüfung der drohenden Schließungen sowie der neuen Sanierungskriterien. „Wir brauchen ein Erhaltungskonzept, das Gemeinde- und regionale Kooperationen ebenso beinhaltet wie technische Innovationen im Sanierungsbereich Richtung Energieeffizienz und solare Wärme, um so Wirtschaftlichkeit zu erreichen“, ergänzt der Grüne-Politiker.
Für Mayr leisten Badeanlagen einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität, ein bestmögliches und regional ausgewogenes Angebot sei dringend sicherzustellen.


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