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Gebühren am Urfahrmarkt-Gelände: Das sagen die Pendler aus dem Bezirk Rohrbach dazu

Leserartikel Christian Hartl, 13.03.2017 09:31

BEZIRK ROHRBACH. In Grenzen hält sich das Verständnis der Pendler, dass Linz Parkgebühren am Urfahrmarktgelände einführen will.

Einen Aufschrei löste die Diskussion um Parkgebühren aus. Foto: vowe
Einen Aufschrei löste die Diskussion um Parkgebühren aus. Foto: vowe

Ganz und gar nicht anfreunden können sich die Linz-Pendler aus der Region über die Pläne von Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP), der mit Zustimmung von SP und NEOS die Parkplätze am Urfahrmarktgelände vergebühren will. Ein Tagesticket soll ab Sommer drei Euro pro Tag kosten. „Parksünder“ müssen mit einer Besitzstörungsklage rechnen. „Es ist schon heftig, wie man als Pendler zur Kasse gebeten wird“, ärgert sich Bernhard Hartl, er parkt jeden Tag am Urfahrmarktgelände. Eine „Saisonkarte“ mit stark vergünstigten Preisen wäre für ihn das Mindeste.

Touristen und Linzer ebenfalls betroffen

Patrick Gaisbauer reagiert ähnlich. „Ich finde es schade und dreist, im Vorfeld die Eisenbahnbrücke zu demontieren, kein fertiges Neubauprojekt in der Hand zu haben und dann über die Vergebührung des Jahrmarktgeländes zu reden.“ Auch Touristen könnten seiner Meinung nach abgeschreckt werden. Dass nicht nur Pendler am Urfahrmarkt-Gelände parken, glaubt Werner Pfleger, der seit Jahren in die Landeshauptstadt pendelt. „Dort stehen auch viele Linzer, die in der Nähe wohnen.“

Was ist bei Veranstaltungen?

Er gibt auch bedenken, dass künftig Personen mit Parktickets nicht auf ihre erworbene Parkfläche wegen Veranstaltungen, wie Urfahrmarkt, Zirkus oder ähnlichem verzichten wollen. Linz-Pendler Hannes Moser meint, dass es „laienhaft ist, zuerst Aussagen zu treffen und sich erst dann Gedanken zu machen, wie diese – um jeden Preis – umgesetzt werden.“

Stadtrat will mit Pendlern reden

Um die Linzer Bewohner vor „Gebühren-Flüchtlingen“ zu schützen, will der Verkehrsstadtrat weitere Kurzparkzonen rund um das Urfahrmarktgelände einführen. Pendler anhören will er bei seinen Sprechstunden am 16. und 20. März.


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