1000 Bewerbungen und trotzdem keine Arbeit
BEZIRK ROHRBACH. Obwohl die Arbeitslosigkeit im Bezirk bei gerade mal 2 Prozent liegt und damit praktisch Vollbeschäftigung herrscht, macht eine Gruppe AMS-Leiterin Michaela Billinger Sorgen: Älteren und eingeschränkte Personen haben es schwer am Arbeitsmarkt.

Christian E. hatte vor einigen Jahren einen Arbeitsunfall und ist seither gesundheitlich beeinträchtigt. Seither hatte er kein langfristiges Dienstverhältnis mehr. Seit drei Jahren ist er beim AMS als arbeitssuchend gemeldet und bekam nur mehr kurzfristige Jobs über Leasingfirmen. 1280 Bewerbungen habe er in dieser Zeit rausgeschickt, erzählt der 44-Jährige, aber nur Absagen bekommen. „Das ist schon sehr frustrierend, irgendwann gibt man die Hoffnung auf.“ Dabei wäre für den gelernten Maurer auch weiter Pendeln kein Problem. „Ich möchte einfach wieder reinkommen in die Arbeit“, hofft er auf eine Chance.
Unterstützung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Ein gutes Dutzend solcher Langzeitarbeitslose sind beim AMS gemeldet, die entweder durch ihr fortgeschrittenes Alter oder durch eine gesundheitliche Einschränkung den Anschluss verloren haben und den Sprung zurück in die Arbeitswelt nur schwer schaffen, informiert Leiterin Michaela Billinger. „Wir unterstützen diese durch Arbeitsassistenz. Den Unternehmen bieten wir Arbeitstraining und auch finanzielle Unterstützung an“, weist sie auf die Förderung von AMS und Bundessozialamt hin. Unternehmen, die Langzeitarbeitslose beschäftigen wollen, können sich beim AMS Rohrbach, Tel. 07289/62120 melden.


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