Auch Landwirte müssen jetzt ans öffentliche Wassernetz anschließen
OBERÖSTERREICH. In vielen Gemeinden waren Bauern mit eigenem Trinkwasserbrunnen bisher von der generellen Anschlusspflicht ans öffentliche Wassernetz ausgenommen. Diese Zeiten sind vorbei.

Seit 1956 gilt die generellen Anschlusspflicht, wenn die Wasserleitung nicht weiter als 50 Meter entfernt ist. Aktuell hält die Gemeindeaufsicht alle Bürgermeister an, auch den bisher ausgenommenen Landwirten den Anschluss vorzuschreiben.
Bürgermeister können bestraft werden
„Wir hatten an die 20 Fälle in den Gemeinden und haben nun allen den Anschluss vorgeschrieben“, sagt Bürgermeister Klaus Falkinger aus Kleinzell im Bezirk Rohrbach, der sich - wie viele seiner Amtskollegen auch - schon einiges anhören musste. Die Bürgermeister sind in die Zwickmühle geraten: „Wir müssen die Gebühren vorschreiben, ansonsten machen wir uns selbst strafbar. Ich verstehe aber, dass die Bauern sauer sind. Viele haben den Gemeinden erlaubt, Wasserleitungen über ihre Grundstücke zu graben und kommen nun zum Handkuss.“
Abnahmepflicht aussetzen
Ausnahmen für den zwingenden Anschluss gibt es nur noch, wenn die Herstellungskosten eines Wasseranschlusses unverhältnismäßig hoch seien. Die meisten Landwirte werden nicht drum herumkommen. Zumindest gibt es die Möglichkeit, die Abnahmepflicht für zehn Jahre auszusetzen.
„Keine andere Wahl“
Der Obmann der Bezirksbauernkammer Rohrbach, Georg Ecker, zeigt Verständnis für die Bürgermeister, auch wenn er die Seite der Bauern - er ist ja selber einer - gut kennt: „Die Bürgermeister haben gar keine andere Wahl, als der Aufforderung der Gemeindeaufsicht Folge zu leisten.“


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28.08.2017 16:22
wasseranschluß
Das ist das Dankeschön dass man die Leitungen zum Nulltarif auf den Grundstücken der Bauern verlegen durfte. Es ist eine reine Geldbeschaffung für das Land und die Gemeinden!!!
24.08.2017 12:01
Wasseranschluss
Erstens gilt das ganze nicht nur für Bauern sondern auch für Einfamilienhäuser mit eigen Brunnen. Für mich ist das eine reine Geldbeschaffung, und wenn das Wasser aus dem Böhmerwald nicht mehr reicht (Kühe brauchen viel mehr Wasser als Menschen) dann Pumpen wir das Wasser von der Donau ins Mühlviertel - ist das Sinnvoll? Ausserdem muss auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb die Wasserversorgung rund um die Uhr sichergestellt werden - was passiert bei einem Rohrbruch oder einer verseuchten Quelle, das Wasser für die Kühe kann man nicht abkochen.
24.08.2017 00:06
wasseranschluss
mancher Schwachsinn ist bekannt der von der Verwaltung kommt; einer mehr,wenn es ums Geldbeschaffen geht gibt's keine Hemmungen.Die Argumente dafür sind an den Haaren herbeigezogen,!!
23.08.2017 11:39
Wasser Anschluß/Kanalanschluß
Bin auch dafür das die Landwirte an Wasser und Kanal anschließen müssen. Kanal ist noch wichtiger als Wasser den im Bäuerlichen betrieb werde viele Chemikalien verwendet.
24.08.2017 12:06
Was hat die Wasseranschlusspflicht mit der Verwendung von Chemikalien zu tun?
21.08.2017 21:36
Wassernetz
Aber leider gehts hir nicht um die Unwelt sondern nur um die leeren Kassen in den Gemeinden
21.08.2017 21:28
Wassernetz
Ja stimmt den das wichtigste Gut was wir haben ist Wasser.Die Boden werden alle uberdüngt das natürlich das Grundwasser verschmutzt.
24.08.2017 12:08
Das Grundwasser bei uns im Mühlviertel ist in einem top Zustand und unsere Böden sind nicht überdüngt - ganz im Gegenteil. Ich sehe auch hier keinen Zusammenhang zum obigen Artikel.
21.08.2017 16:17
Wassernetz
Ksnalpflicht wäre wichtiger bei den Baueren
20.08.2017 02:10
wasseranschluß
bauern brauchen viel wasser für vieh und so weiter nicht zu vergeichen miteinem haushalt ,