Atommüll-Endlager in Rohrbacher Grenznähe ist vom Tisch
BEZIRK. Die Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager in Tschechien läuft auf Hochtouren. Einen kleinen Teilerfolg gibt es hier zu verbuchen: Boletice ist aus dem Spiel.

Insgesamt neun mögliche Standorte wurden in einem neuen Entwurf ins Auge gefasst. Boletice, nur 17 Kilometer von der Grenze zum Bezirk Rohrbach entfernt, taucht nun nicht mehr in diesem Entwurf auf. Die nächsten möglichen Lager sind aber bereits in 60 oder 73 Kilometer Entfernung zu finden.
Land OÖ wehrt sich
Das Land Oberösterreich verabschiedet am Montag eine Stellungnahme gegen den aktuellen Entwurf. Grünen-Landesrat Rudi Anschober und der oö. Antiatom-Beauftragte Dalibor Strasky kritisieren, dass bei der Standort-Auswahl nicht die Sicherheit im Vordergrund steht, sondern die Machbarkeit.
2018 sollen nach einer ersten Standortauslese nur mehr vier Orte übrig bleiben.
Widerstand wächst
Anschober sieht aber nicht nur im Aus des Standorts Boletice einen Erfolg: „Es geht um mehr: denn erstmals erwacht in Tschechien rund um die potenziellen Standorte für ein Atommüllendlager breiter Widerstand gegen die Atomenergie. Ich will diesen wachsenden Widerstand dafür nützen, dass auch Tschechiens zukünftige Atomausbaupläne gestoppt werden.“


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