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Spitzenkandidatin Gerti Scheiblberger: "Meinen Prinzipien bleibe ich auf jeden Fall treu"

Martina Gahleitner, 19.09.2017 08:17

ROHRBACH-BERG. Gertraud Scheiblberger hat schon einige Wahlkämpfe ausgestanden, als organisatorische Kraft im Hintergrund. Bei der bevorstehenden Wahl steht sie selbst als Rohrbacher Spitzenkandidatin vorne und kämpft im Team Kurz für einen Platz im Nationalrat. Mit Platz 2 auf der Liste Mühlviertel ist das auch durchaus realistisch.

Gerti Scheiblberger geht voller Energie und Tatendrang in den Wahlkampf. Foto: OÖVP
  1 / 2   Gerti Scheiblberger geht voller Energie und Tatendrang in den Wahlkampf. Foto: OÖVP

Sie habe es sich wirklich gut überlegt, ob sie zur Wahl antritt, aber „jetzt bin ich bereit für Wien. Das reizt mich“, zeigt sich die Geschäftsführerin der Bezirks-ÖVP kämpferisch. Sie will das „Mitterlehner-Mandat im Bezirk Rohrbach halten: Auch wenn ich natürlich nicht in seine Fußstapfen treten kann, will ich doch dafür sorgen, dass die Region in Wien gehört wird. Selbst als kleines Radl kann ich zur Veränderung beitragen, um manche Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken“, ist sie überzeugt. Ihren Prinzipien und ihr selbst bleibt sie „auf jeden Fall treu und ich werde sicher Negatives auch in Frage stellen.“

Auf Leute zugehen

Nachdem sich Gerti Scheiblberger im Sommer auf die Rettungssanitäter-Prüfung konzentriert und vergangene Woche auch ihr Zeugnis überreicht bekommen hat, startet die 50-Jährige jetzt so richtig in den Wahlkampf. Plakate aufstellen, Flyer verteilen, Kontakte knüpfen und pflegen. „Ich bin nicht der Mensch, der lange am Mikro redet. Lieber bin ich bei Veranstaltungen dabei, gehe von Tisch zu Tisch und komme mit den Menschen ins Gespräch“, sagt sie und dementsprechend voll ist auch ihr Terminkalender in den nächsten Wochen.

Kontakt zur Basis halten

Diesen Kontakt will sie nach der Wahl halten. „Ich geh sicher nicht nach Wien und bin dann weg. Man muss schon im Bezirk leben und die Leute treffen, um sie gut vertreten zu können“, nennt die Mutter von zwei erwachsenen Kindern ihre Philosophie. Als Hauptaufgabe sieht sie, den ländlichen Raum attraktiv zu halten, damit er für junge Leute lebenswert bleibt. Da geht es um ausreichend und qualifizierte Arbeitsplätze, um gute Löhne und eine starke Wirtschaft und Landwirtschaft, aber auch um Kinderbetreuung oder Freizeit- und Tourismusangebote in einer starken Region. Auch ein gerechtes Sozial- und Gesundheitssystem ist der diplomierten Krankenschwester wichtig. „Sozial und menschlich bleiben, aber leistbar muss es sein“, lautet hier ihre Devise.

Unterstützung notwendig

Damit es mit dem Einzug in den Nationalrat auch tatsächlich klappt, hofft die Rohrbach-Bergerin auf Unterstützung der Wähler - also auf ein Kreuzerl bei den Vorzugsstimmen. „Ich stehe auf dem zweiten Listenplatz im Wahlkreis Mühlviertel, bin also leicht zu finden“, zeigt Scheiblberger auf. Denn wenn die Vorzugsstimmen zu tragen kommen, kommt es auf jede Stimme an. „Die Energie und den Biss und Willen hab ich – was ich brauche ist die Unterstützung von allen.“


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